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12.06.2018 | Bundesregierung muss illegale Beihilfen von großen Stromverbrauchern zurückfordern

Die Europäische Kommission entschied Ende Mai, dass die Befreiung von Netzentgelten, die in Deutschland bestimmten großen Stromverbrauchern in den Jahren 2012 und 2013 gewährt worden war, gegen die EU-Beihilferegeln verstieß. Es gab keine Gründe dafür, diese Verbraucher von der Zahlung der Netzentgelte zu befreien (die neue...
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Die Europäische Kommission entschied Ende Mai, dass die Befreiung von Netzentgelten, die in Deutschland bestimmten großen Stromverbrauchern in den Jahren 2012 und 2013 gewährt worden war, gegen die EU-Beihilferegeln verstieß. Es gab keine Gründe dafür, diese Verbraucher von der Zahlung der Netzentgelte zu befreien (die neue deutsche Regelung ab 2014 war nicht Gegenstand der Untersuchungen).

Unter anderem argumentiert die EU-Kommission, dass es selbst bei konstantem Stromverbrauch keine objektive Rechtfertigung für eine vollständige Befreiung von Stromverbrauchern von Netzentgelten gebe. Alle Verbraucher sollten für die Kosten aufkommen, die sie dem Netz verursachen. Große Stromverbraucher mit konstanter Abnahme verursachen ebenfalls Netzkosten und nutzen Netzdienste. Da Deutschland jedoch nachgewiesen habe, dass die Großverbraucher und Abnehmer mit konstantem Verbrauch in den Jahren 2012 und 2013 aufgrund ihres konstanten und vorhersehbaren Verbrauchs geringere Kosten verursachten als andere Verbraucher, sei eine teilweise Verringerung der Netzentgelte für diese beiden Jahre gerechtfertigt.

Jetzt muss Deutschland nach der im Beschluss der Kommission festgelegten Methode für jeden Begünstigten der Befreiung die Höhe der von ihm in den Jahren 2012 und 2013 verursachten Netzkosten ermitteln. Dann muss die Bundesrepublik die illegalen Beihilfen von den einzelnen Begünstigten zurückfordern.

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08.05.2018 | 20 Jahre Liberalisierung des Energiemarkts: Was hat das gebracht?

Seit mittlerweile 20 Jahren können Verbraucher in Deutschland ihre Energielieferanten frei wählen. Ende April 1998 war bei uns ein entsprechendes Energiewirtschaftsrecht in Kraft getreten. Ein wichtiges Ziel war seinerzeit, die Energiepreise zu reduzieren. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox nahm das Jubiläum zum Anlass,...
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Seit mittlerweile 20 Jahren können Verbraucher in Deutschland ihre Energielieferanten frei wählen. Ende April 1998 war bei uns ein entsprechendes Energiewirtschaftsrecht in Kraft getreten. Ein wichtiges Ziel war seinerzeit, die Energiepreise zu reduzieren. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox nahm das Jubiläum zum Anlass, Bilanz zu ziehen.

Der Anfang war eher schleppend, erst ein Jahr später – 1999 – kam es zu den ersten Anbieter­wechseln im Bereich Strom. Bei Gas gab es die Wechselmöglichkeit sowieso erst ab 2007. Heute kann man einen lebhaften Wettbewerb feststellen, und Neukunden sind bei den Versorgern sehr begehrt. Auf den ersten Blick hatten die Verbraucher aber von der Liberalisierung des Energiemarktes nicht allzu viel, denn die Preise sind laut Verivox seither um über 60 Prozent gestiegen.

Strom

Nach anfänglich zwei Jahre lang sinkenden Strompreisen steigen diese in Deutschland seitdem kontinuierlich und kräftig. Als Hauptgrund macht das Verbraucherportal die Entwicklung von Steuern, Abgaben und Umlagen aus, die private Verbraucher zuzüglich zum eigentlichen Kilowattstundenpreis zahlen müssen: "Sie haben sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdreifacht und machen aktuell rund 56 Prozent des Endpreises aus. Zudem entfallen rund 25 Prozent auf Gebühren für die Stromnetze." Trotzdem positiv: Die Auswahl von Anbietern für private Stromverbraucher hat sich erheblich vergrößert, ebenso wie die Sparmöglichkeiten.

Gas

Auf dem Gasmarkt sieht es ganz anders aus. Seit der Wechselmöglichkeit anno 2007 hat sich der Gaspreis kaum verändert. Auch hier liegt der Grund laut Verivox in der unveränderten Steuerlast: "Aktuell liegt der Anteil von Steuern und Abgaben im Bereich Gas bei 26 Prozent. Rund 27 Prozent entfallen auf Gebühren für die Gasnetze, der Versorgeranteil liegt bei rund 47 Prozent." Die Anzahl von Anbietern und die Sparmöglichkeiten haben sich beim Gas aber massiv erhöht.

Fazit

Einer der erhofften Vorteile der Liberalisierung ist eingetreten: Aufgrund der Wettbewerbsvielfalt sind Anbieterwechsel relativ problemlos möglich geworden und können jedes Jahr viel Geld sparen. Ein wirklicher Erfolg wäre nur sichtbar, wenn der staatliche Anteil des Strompreises die Preisbildung nicht überlagern würde.

 

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09.04.2018 | Wirtschaftliche Unsicherheiten wegen Meldungspflichten: Unternehmen sollten handeln!

Wirtschaftliche Unsicherheiten bei Meldungen größer 1 Mio. kWh und Eigenerzeugungsanlagen zum Selbstverbrauch waren im Energiebereich die Hauptthemen der letzten Monate. Die Unsicherheit der Messtechnik sowie bezüglich der Meldungen bei der Weiterleitung von Strom an Dritte – wie Hausmeisterwohnungen, andere...
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Wirtschaftliche Unsicherheiten bei Meldungen größer 1 Mio. kWh und Eigenerzeugungsanlagen zum Selbstverbrauch waren im Energiebereich die Hauptthemen der letzten Monate. Die Unsicherheit der Messtechnik sowie bezüglich der Meldungen bei der Weiterleitung von Strom an Dritte – wie Hausmeisterwohnungen, andere Unternehmensgesellschaften und dritte Verbraucher wie Getränkeautomaten etc. – ist nach wie vor groß. Zu unterschiedlich ist die Gesetzeslage je Themenstellung, und es bestehen leider viele Interpretationsmöglichkeiten.

Hier ist eine individuelle Betrachtung der jeweiligen Situation notwendig. Ziel ist es, sich als Unternehmen für die Zukunft so aufzustellen, dass „Dritte“ für alle Fälle – ob EEG oder KWK, §19 oder Offshore-Vergünstigungen – sauber abgegrenzt sind. So können zukünftige Nachzahlungen vermieden werden. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Eigenerzeugungsanlagen oder Standorte größer eine Mio. kWh haben. Unsere fundierten Lösungen für Ihr Problem erarbeiten wir mit einem Kompetenzteam aus Juristen und ggf. Wirtschaftsprüfern. Der Handlungsbedarf ist groß!

 

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12.03.2018 | Marktstammdatenregister: Start verzögert sich weiter

Stromlieferant ist nach Auffassung der Bundesnetzagentur jeder, der Strom an einen „Letztverbraucher“ liefert. Das betrifft leider auch viele Unternehmen, die nun noch mehr Bürokratie erledigen müssen. Denn alle Stromerzeuger und Stromlieferanten müssen sich zentral bei der Bundesnetzagentur in das sogenannte...
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Stromlieferant ist nach Auffassung der Bundesnetzagentur jeder, der Strom an einen „Letztverbraucher“ liefert. Das betrifft leider auch viele Unternehmen, die nun noch mehr Bürokratie erledigen müssen. Denn alle Stromerzeuger und Stromlieferanten müssen sich zentral bei der Bundesnetzagentur in das sogenannte Marktstammdatenregister eintragen lassen. Dieses sollte ursprünglich ab Sommer 2017 verfügbar sein, wurde aber nicht fertig, sodass der Start zunächst um ein Jahr bis Sommer 2018 verschoben wurde.

Nun kündigte die Bundesnetzagentur an, dass sich der Start des Registers weiter verzögert. Als Datum wurde voraussichtlich Anfang Dezember 2018 genannt. Die BNetzA teilt auf ihrer Webseite mit, dass  selbstverständlich keine Bußgeldverfahren für Verzögerungen eingeleitet werden, die sich aus der verspäteten Verfügbarkeit des Webportals ergeben.

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12.02.2018 | Immer mehr netzstabilisierende Noteingriffe steigern den Strompreis

Laut vorläufiger Bilanz des Übertragungsnetzbetreibers Tennet schlugen die Kosten für Noteingriffe ins Stromnetz im abgelaufenen Jahr mit annähernd einer Milliarde Euro zu Buche – so war es Anfang 2018 verschiedenen Medien zu entnehmen. In den beiden Vorjahren waren es "nur" 660 bzw. 710 Millionen Euro. Auch für die Verbraucher...
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Laut vorläufiger Bilanz des Übertragungsnetzbetreibers Tennet schlugen die Kosten für Noteingriffe ins Stromnetz im abgelaufenen Jahr mit annähernd einer Milliarde Euro zu Buche – so war es Anfang 2018 verschiedenen Medien zu entnehmen. In den beiden Vorjahren waren es "nur" 660 bzw. 710 Millionen Euro. Auch für die Verbraucher ist das keine schöne Nachricht, denn die Kosten erhöhen mit den Netzentgelten den Strompreis. Derzeit beträgt der Anteil der Netzentgelte mehr als ein Viertel des Strompreises. Weitere Steigerungen bei den Eingriffen sind zu erwarten, wenn die letzten Kernkraftwerke im Jahr 2022 vom Netz gehen.

Die stabilisierenden Eingriffe werden nötig, weil der schleppende Netzausbau bei entsprechenden Wetterlagen durch die starke Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien dazu führt, dass im Norden Kraftwerke vom Netz genommen werden müssen und im Süden der Strom dann aus Reservekraftwerken oder aus dem Ausland kommen muss. Abhilfe schaffen erst die Nord-Süd-Verbindungen, deren Fertigstellung für das Jahr 2025  erwartet wird.

 

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15.01.2018 | Rückzahlungen drohen im Bereich KWKG, Offshore-Umlage, § 19-Umlage sowie bei Eigenerzeugungsanlagen

Im Geschäftsjahr 2017 haben die Netzbetreiber erstmalig insbesondere zum Thema der KWKG-Umlage die Verbraucher größer 1 Mio. kWh angeschrieben, um abzufragen, ob der Strom selber verbraucht wird oder an Dritte, wie z. B. andere Gesellschaften (auch konzernintern), fremd betriebene Kantinen oder Mieter weitergeleitet wird. Dies hat...
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Im Geschäftsjahr 2017 haben die Netzbetreiber erstmalig insbesondere zum Thema der KWKG-Umlage die Verbraucher größer 1 Mio. kWh angeschrieben, um abzufragen, ob der Strom selber verbraucht wird oder an Dritte, wie z. B. andere Gesellschaften (auch konzernintern), fremd betriebene Kantinen oder Mieter weitergeleitet wird. Dies hat die Ursache, dass insbesondere von der EU zukünftig darauf geachtet wird, dass finanzielle Sondertatbestände, Rückerstattungen oder Subventionen nur noch allein derjenige erhält, der diese auch beantragt hat.

Bei der KWKG-Umlage gab es vorher eine gesplittete Tarifierung bis 1 Mio. kWh (hoher Satz) und ab 1 Mio. kWh eine niedrigere Tarifierung. Somit zielte die Abfrage der Netzbetreiber darauf, dass diese niedrigere Tarifierung ab einer Mio. kWh ausschließlich die Großverbraucher erhalten sollten. Bei gemeldeten Kleinverbrauchern oder Weiterleitung wurde diese Verbrauchsmenge dann mit dem hohen Satz abgerechnet.

Auch bei Eigenerzeugungsanlagen gilt diese Regel, da bei erzeugtem und selbst verbrauchtem Strom den reduzierten EEG-Satz nur derjenige erhalten darf, der Betreiber und Verbraucher der Anlage ist. Alle an Dritte weitergeleiteten Mengen müssen abgegrenzt und gemeldet werden. Das Besondere ist hierbei, dass die Meldungen der abgegrenzten Verbrauchsmengen durch geeichte, teils lastgangscharfe Messungen durchgeführt werden müssen, da die Meldungen ansonsten nicht anerkannt werden.

Gerne beraten wir Sie bei dieser Thematik. Nichtmeldungen oder fehlerhafte Meldungen führen zu Rückzahlungen von erhaltenen Subventionen oder zu Rückzahlungen bei den Abgaben.

 

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11.12.2017 | Marktstammdatenregister: Start verzögert sich

Stromlieferant ist nach Auffassung der Bundesnetzagentur jeder, der Strom an einen „Letztverbraucher“ liefert. Das betrifft leider auch viele Unternehmen, die nun noch mehr Bürokratie erledigen müssen. Denn alle Stromerzeuger und Stromlieferanten müssen sich zentral bei der Bundesnetzagentur in das sogenannte...
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Stromlieferant ist nach Auffassung der Bundesnetzagentur jeder, der Strom an einen „Letztverbraucher“ liefert. Das betrifft leider auch viele Unternehmen, die nun noch mehr Bürokratie erledigen müssen. Denn alle Stromerzeuger und Stromlieferanten müssen sich zentral bei der Bundesnetzagentur in das sogenannte Marktstammdatenregister eintragen lassen (wir berichteten darüber u. a. ausführlich im Juni).

Nun teilte die Bundesnetzagentur mit, dass sich der Start des Marktstammdatenregisters voraussichtlich um ein Jahr bis Sommer 2018 verzögert, weil die Arbeiten am Webportal des Registers "leider nicht rechtzeitig abgeschlossen werden" konnten. Der Starttermin soll im Februar bekannt gegeben werden.

Zurzeit können nur Strom- und Gasnetzbetreiber ihr Unternehmen im MaStR-Webportal registrieren. Alle anderen Marktakteure haben diesbezüglich zwar Aufschub, müssen jedoch nötige Meldungen durch die bisherigen Verfahren vornehmen, wenn sie für eine Förderung nach EEG oder KWKG registriert sein müssen.

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13.11.2017 | EEG-Umlage für 2018 leicht gesunken

Die EEG-Umlage für das Geschäftsjahr 2018 ist leicht gesunken und beträgt nun 6,792 Cent je Kilowattstunde. Dies war im Vorfeld schon vermutet worden, da die Spotmarktpreise im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zu den vorherigen Jahren doch deutlich gestiegen waren und somit auch die Erlöse für eingespeiste EEG-Mengen deutlich höher...
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Die EEG-Umlage für das Geschäftsjahr 2018 ist leicht gesunken und beträgt nun 6,792 Cent je Kilowattstunde. Dies war im Vorfeld schon vermutet worden, da die Spotmarktpreise im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zu den vorherigen Jahren doch deutlich gestiegen waren und somit auch die Erlöse für eingespeiste EEG-Mengen deutlich höher als prognostiziert ausfielen. Zusätzlich war der Liquiditätspuffer auf dem EEG-Konto wieder sehr hoch.

Diese Entwicklung halten wir jedoch nur für eine temporäre Erscheinung, da die Offshore-Windparks erst jetzt und in den Folgejahren stark ans Netz gehen und somit noch mehr EEG-Strom vergütet werden muss. Somit ist in den Folgejahren mit einem weiter steigenden EEG-Satz auf diesem sehr hohen Niveau zu rechnen. Die einzige Möglichkeit, ohne die EEG-Härtefallklausel für Produzenten zu optimieren, ist es, den Energieverbrauch zu reduzieren. Hier stehen Ihnen die Kundenbetreuer der ENOPLAN GmbH, auch in Zusammenarbeit mit unserer Tochtergesellschaft ENOMETRIK GmbH, für Analysen und gezielte Messtechnik für Verbrauchseinsparungen zur Verfügung. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben.

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09.10.2017 | Expertenmeinung: EEG-Umlage wird 2018 voraussichtlich leicht sinken, 2019 aber deutlich steigen

Agora Energiewende ist der Meinung, dass die EEG-Umlage im Jahr 2018 voraussichtlich leicht sinken und im Bereich von 6,6 bis 6,9 Cent pro Kilowattstunde liegen wird. Dies hat der der Thinktank auf Basis seines EEG-Rechners ermittelt, der für nächstes Jahr einen Wert von 6,74 ct/kWh liefert. Wegen kleiner Prognoseunsicherheiten...
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Agora Energiewende ist der Meinung, dass die EEG-Umlage im Jahr 2018 voraussichtlich leicht sinken und im Bereich von 6,6 bis 6,9 Cent pro Kilowattstunde liegen wird. Dies hat der der Thinktank auf Basis seines EEG-Rechners ermittelt, der für nächstes Jahr einen Wert von 6,74 ct/kWh liefert. Wegen kleiner Prognoseunsicherheiten prognostiziert Agora Energiewende jedoch stets eine Bandbreite für die künftige Umlage.

Im Jahr 2017 bezahlen die meisten Stromverbraucher 6,88 ct/kWh für die Förderung von Ökostrom. Offiziell wird die EEG-Umlage für 2018 am 15. Oktober von den vier Betreibern der Stromübertragungsnetze bekannt gegeben.

Zwei Gründe sehen die Experten für das prognostizierte Absinken um ca. 0,3 ct/kWh. So würden die Strompreise im Großhandel nach ersten Anzeichen im Jahr 2018 wohl leicht steigen, außerdem weist das EEG-Konto 2017 einen kräftigen Überschuss aus – ein Großteil dieser "Liquiditätsrücklage" könne im kommenden Jahr an die Stromverbraucher zurückgegeben werden und so die Umlage dämpfen. Allerdings gebe es auch gegenläufige Effekte.

Für 2019 sieht der Agora-EEG-Rechner jedoch eine Steigerung der Umlage auf mehr als 7,5 ct/kWh, denn zu einer hohen Rückvergütung aus der Liquiditätsrücklage wie 2018 werde es 2019 nicht mehr kommen. Zudem werden 2019 die letzten Offshore-Windkraftanlagen der ersten Generation ans Netz gehen; diese erhalten noch eine relativ hohe Vergütung. Agora Energiewende rechnet damit, dass nach 2019 nur noch leichte Anstiege zu verzeichnen sein werden. Im Zeitraum von 2021 bis 2023 werde die EEG-Umlage – je nach erwartetem Börsenstrompreis und Zubau der Erneuerbaren Energien – ihr Maximum erreichen und anschließend wieder sinken.

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11.09.2017 | Erinnerung: ENOPLAN-Seminare - Vermeiden Sie Rückzahlungen bei Eigenstromnutzung!

Aufgrund der derzeit sehr risikoreichen Gesetzgebung bezüglich Eigenerzeugungsanlagen bietet ENOPLAN kostenfrei Seminare an, um dieses Thema noch einmal zu verdeutlichen. Denn bei Nichtbeachtung der Meldefristen bzw. bei nicht vorliegender Betreiber- und Verbraucheridentität geht es immerhin um die Rückzahlung des reduzierten...
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Aufgrund der derzeit sehr risikoreichen Gesetzgebung bezüglich Eigenerzeugungsanlagen bietet ENOPLAN kostenfrei Seminare an, um dieses Thema noch einmal zu verdeutlichen. Denn bei Nichtbeachtung der Meldefristen bzw. bei nicht vorliegender Betreiber- und Verbraucheridentität geht es immerhin um die Rückzahlung des reduzierten EEG-Satzes bei Eigenstromnutzung. Im Rahmen des Seminars erläutern wir sowohl die derzeit notwendigen Meldefristen als auch die Lösungsansätze bei fehlender Eigentümer- und Verbraucheridentität.
 

Die kostenlosen Seminare werden an folgenden Terminen und Orten angeboten:
 

18.10.2017 – Hamburg

19.10.2017 – Düsseldorf

20.10.2017 – Frankfurt

24.10.2017 – München

25.10.2017 – Stuttgart

 

Bei Interesse an einem dieser Termine oder Fragen wenden Sie sich bitte an Manuel Böhmer, Telefon: 07251 926-188, E-Mail: manuel.boehmer@enoplan.de. Wir werden Sie aber auch noch einmal gesondert diesbezüglich ansprechen.

 

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07.08.2017 | EEG: Überschüsse von Strafzinsen bedroht

Eigentlich erfreulich: Im Juni war das EEG-Konto mit fast 4,9 Milliarden Euro im Plus. Da sich dies auf die Höhe der EEG-Umlage 2018 positiv auswirken würde, also eine gute Nachricht. Aber nun geistert eine große Sorge durch die Medien. Da die Überschüsse auf dem Konto per Gesetz zu verzinsen sind – mit 0,3 Prozent über dem...
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Eigentlich erfreulich: Im Juni war das EEG-Konto mit fast 4,9 Milliarden Euro im Plus. Da sich dies auf die Höhe der EEG-Umlage 2018 positiv auswirken würde, also eine gute Nachricht. Aber nun geistert eine große Sorge durch die Medien. Da die Überschüsse auf dem Konto per Gesetz zu verzinsen sind – mit 0,3 Prozent über dem Euribor, der aber derzeit bei ca. minus 0,4 liegt – entstehen negative Zinsen, die das Konto belasten.

Zwar sind nach Aussagen von Übertragungsnetzbetreibern diese bemüht, durch geschickte Anlagen diese Strafzinsen gering zu halten, sie würden aber kaum komplett zu vermeiden sein. In den ersten sechs Monaten des Jahres seien über 800.000 Euro an solchen negativen Zinsen angefallen, die letztendlich auch die Stromkunden treffen. Für den hohen Stand des Kontos seien höher als erwartet ausgefallene Börsenstrompreise verantwortlich, ebenso wie geringer als erwartet eingespeiste Mengen an Strom aus Erneuerbaren.



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10.07.2017 | Netzentgeltreform im Bundestag beschlossen

Das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) passierte nach zähem Ringen Ende Juni den Bundestag. Die Übertragungsnetzentgelte sollen bundesweit angeglichen werden. Diese Angleichung soll stufenweise erfolgen.

Hintergrund: Die Netzgebiete in Deutschland sind in unterschiedlich hohem Maße von den vermiedenen Netzentgelten...
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Das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) passierte nach zähem Ringen Ende Juni den Bundestag. Die Übertragungsnetzentgelte sollen bundesweit angeglichen werden. Diese Angleichung soll stufenweise erfolgen.

Hintergrund: Die Netzgebiete in Deutschland sind in unterschiedlich hohem Maße von den vermiedenen Netzentgelten betroffen – in Gebieten mit hohem Anteil an dezentralen Erzeugungsanlagen (etwa im Norden) sind auch die Netzentgelte hoch, was in erster Linie die ansässigen Industrieunternehmen belastet.

Das Bundeswirtschaftsministerium argumentierte, dass für den notwendigen zügigen Netzausbau eine faire Verteilung der Kosten auf alle Schultern entscheidend sei. Deshalb werden regionale Unterschiede bei den Netzentgelten stufenweise von 2019 bis 2023 angeglichen. Ab 1.1.2023 sollen die Übertragungsnetzentgelte dann bundesweit einheitlich sein.

Außerdem hat man sich auf eine Vorgehensweise beim kritisch gesehenen Abschmelzen des Privilegs der vermiedenen Netzentgelte geeinigt. Die Berechnungsgrundlagen werden bei allen Bestandsanlagen an die aktuelle Situation angepasst und ab 2018 auf dem Niveau des Jahres 2016 eingefroren. Bei der weiteren Abschmelzung wird unterschieden zwischen den volatilen (Sonne, Wind) und den steuerbaren Erzeugungsanlagen (z. B. KWK). Bei volatilen Anlagen werden die vermiedenen Netzentgelte für Neuanlagen ab 2018 komplett abgeschafft und für Bestandsanlagen ab 2018 in drei Schritten vollständig abgeschmolzen. Das kann im Norden und Osten zu einer spürbaren Dämpfung des Anstiegs der Netzkosten führen und kommt den Stromkunden in diesen Netzgebieten zugute. Bei steuerbaren Anlagen erhalten Neuanlagen ab 2023 keine Zahlungen aus vermiedenen Netzentgelten mehr. Die Korrektur insbesondere bei den KWK-Anlagen war besonders dringend eingefordert worden.

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12.06.2017 | Marktstammdatenregister: Achtung Registrierungspflicht!

Im Marktstammdatenregister (MaStR) werden folgende Register der Bundesnetzagentur zusammengefasst und ab Juli 2017 endgültig abgelöst, d. h. ihre Funktion wird vom MaStR vollständig übernommen:

  • das PV-Meldeportal
  • das Anlagenregister

Das MaStR soll ein zentrales Register für die Energiewirtschaft sein. Es erfasst erstmals...
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Im Marktstammdatenregister (MaStR) werden folgende Register der Bundesnetzagentur zusammengefasst und ab Juli 2017 endgültig abgelöst, d. h. ihre Funktion wird vom MaStR vollständig übernommen:

  • das PV-Meldeportal
  • das Anlagenregister

Das MaStR soll ein zentrales Register für die Energiewirtschaft sein. Es erfasst erstmals sämtliche Erzeugungsanlagen – erneuerbar und konventionell, Neuanlagen und Bestandsanlagen, Strom und Gas – sowie bestimmte Verbrauchsanlagen sowie die Betreiber der Anlagen. Die Betreiber müssen die Anlagendaten eingeben und die Daten aktuell halten. Die Netzbetreiber müssen die Angaben der Betreiber prüfen und ergänzen.

Einige wichtige Definitionen vorab: Im Sinn der "Verordnung über das zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten" (MaStRV) ist:
 

  • „Bestandseinheit“ jede Einheit, die vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen worden ist,
  • „Betreiber“, wer unabhängig vom Eigentum eine Einheit oder eine EEG- oder KWK-Anlage für die Erzeugung von Strom nutzt,
  • „EEG-Anlage“ jede Anlage zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, die nach der für sie maßgeblichen Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eine Anlage ist,
  • „Einheit“ jede ortsfeste
    • Gaserzeugungseinheit, Gasspeichereinheit, Gasverbrauchseinheit,
    • Stromerzeugungseinheit, Stromspeichereinheit, Stromverbrauchseinheit

etc. Weitere Infos finden sich auf der Webseite der Bundesnetzagentur.


Was ist einzutragen?
 

  • alle Strom- und Gaserzeugungseinheiten und -anlagen, „… die mit dem Strom- bzw. Gasnetz direkt oder indirekt verbunden sind bzw. sein können“ lt. § 5 Abs. 2 Nr. 1a MaStRV
  • alle Marktakteure des Strom- bzw. Gasnetzes i.S.v. § 3 Abs. 1 MaStRV


Welche Daten sind relevant?

Stammdaten der Marktakteure und Anlagen der leitungsgebundenen Energieversorgung im Strom- und Gasmarkt

  • Stammdaten von Anlagen: technische Daten, Standorte & Netzanschlusspunkte, Nummern aus anderen Kontexten, Verbindung zum Anlagenbetreiber
  • Stammdaten von juristischen und natürlichen Personen: Kontaktdaten – mitunter vertraulich, Nummern aus anderen Kontexten, Verbindungen zu den Anlagen

aber: keine Bewegungsdaten (keine erzeugten Strommengen, Speicherfüllstände, vertragliche Beziehungen)


Bis wann muss eingetragen werden?

  • EEG-Neuanlagen: bis spätestens 3 Wochen nach Inbetriebnahme
  • Konventionelle Neuanlagen & Genehmigungen: bis November 2017, anschl. bis 3 Wochen nach Inbetriebnahme bzw. bis nach Änderung
  • Bestandsanlagen: 2-jährige Übergangsphase bis 30. Juni 2019

Eingetragen werden kann ab dem 01. Juli 2017.


Wenn nicht eingetragen wird, drohen Konsequenzen.

Bei vorsätzlich bzw. fahrlässig …

  • … nicht richtiger bzw. nicht ordnungsgemäßer Registrierung
  • … nicht rechtzeitiger Registrierung

gemäß § 21 Nr.1 MaStRV handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit i.S.v. § 95 Abs. 1 Nr. 5d EnWG, und zwar wegen der gesetzlichen Verpflichtung zur

  • Eintragung gemäß § 3 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 MaStRV bzw. § 5 MaStRV
  • Übernahme der Datenverantwortung (ständige Aktualisierung) gemäß § 7 Abs. 1 MaStRV

Dazu kommt, dass ein Anspruch auf

  • Marktprämie
  • Einspeisevergütung
  • Flexibilitätsprämie lt. EEG
  • bzw. Zuschlagszahlungen bzw. Förderungen nach KWKG

nur nach vorheriger Eintragung möglich ist, d. h. erst mit Eintragung im MaStR tritt die Fälligkeit ein.

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15.05.2017 | Transparenzverordnung: neue Meldepflicht bis zum 30. Juni

Für alle Strom- und Energiesteueranträge gibt es eine seit diesem Jahr neue, zusätzliche Meldepflicht: Bis zum 30.06.2017 muss das für die Transparenzverordnung relevante Formular an das zuständige Hauptzollamt übermittelt werden. Hierin müssen die einzelnen Steuerentlastungen pro Antragstellung und Jahr innerhalb der letzten drei...
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Für alle Strom- und Energiesteueranträge gibt es eine seit diesem Jahr neue, zusätzliche Meldepflicht: Bis zum 30.06.2017 muss das für die Transparenzverordnung relevante Formular an das zuständige Hauptzollamt übermittelt werden. Hierin müssen die einzelnen Steuerentlastungen pro Antragstellung und Jahr innerhalb der letzten drei Jahre genannt werden.

Ziel ist es, die erhaltenen Strom- und Energieerstattungen transparent zu machen. Hierbei gilt jedoch eine Bagatellgrenze, sodass man sich für drei Jahre befreien lassen kann, sofern man unter diese Bagatellgrenze fällt.

Wir gehen davon aus, dass die Hauptzollämter auf die Abgabe dieser Daten drängen werden, obwohl die Daten den Hauptzollämtern normalerweise schon durch die Antragstellung vorliegen.

Sollten Sie hier Unterstützung benötigen, rufen Sie uns einfach unter 07251 926-555 an.

 

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10.04.2017 | Grüne: CO2-Einsparziele für 2020 "krachend verfehlt"?

Im Jahr 2016 sind die energiebedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr vermutlich um 0,7 Prozent oder vier Millionen Tonnen Kohlendioxid angestiegen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von arepo consult im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen. Dabei sei eine deutliche Verringerung der...
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Im Jahr 2016 sind die energiebedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr vermutlich um 0,7 Prozent oder vier Millionen Tonnen Kohlendioxid angestiegen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von arepo consult im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen. Dabei sei eine deutliche Verringerung der Emissionen dringend nötig, um die Klimakatastrophe abzuwenden, so die Grünen. Dies bestätige, dass Programme und Maßnahmen der großen Koalition in der Substanz wirkungslos seien.

Ursächlich für die steigenden Emissionen ist der Anstieg des Primärenergieverbrauches. Damit wird der Energiegehalt aller im Inland eingesetzten Energieträger wie zum Beispiel Braun- und Steinkohle, Mineralöl oder Erdgas bezeichnet. Mit den steigenden Emissionen werde es für Deutschland noch schwieriger, seine Klimaziele zu erreichen: In jedem der Jahre bis 2020 müssten die jährlichen Emissionen nun durchschnittlich um 40 Millionen Tonnen gesenkt werden. Letztes Jahr um die gleiche Zeit habe diese Zahl noch bei 30 Millionen Tonnen notwendiger Reduktion pro Jahr gelegen.

Der Treibhausgas-Anstieg stammt laut den Grünen vor allem aus einer Zunahme des Mineralölverbrauchs. Allein 4,8 Millionen Tonnen mehr Treibhausgase seien auf erhöhten Dieselkonsum im Transportbereich zurückzuführen. Deutlich mehr Warentransport müsse auf die Schiene, und es müssten auch endlich die Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich Elektro-Autos in Deutschland durchsetzen können. Daneben spielten der zusätzliche Schalttag und das gestiegene Brutto-Inlands-Produkt eine Rolle.

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13.03.2017 | Mehr Transparenz in der Netzentgeltbildung

Erstmalig am 22. Februar 2017 veröffentlichte die Bundesnetzagentur Einzeldaten der Strom- und Gasnetzbetreiber, die von ihr reguliert werden oder sich in der Organleihe befinden. Erfasst sind bislang 1.147 Unternehmen, darunter 622 im Strombereich, der Rest im Gasbereich. Die Daten sind Grundlage der Bestimmung der...
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Erstmalig am 22. Februar 2017 veröffentlichte die Bundesnetzagentur Einzeldaten der Strom- und Gasnetzbetreiber, die von ihr reguliert werden oder sich in der Organleihe befinden. Erfasst sind bislang 1.147 Unternehmen, darunter 622 im Strombereich, der Rest im Gasbereich. Die Daten sind Grundlage der Bestimmung der Erlösobergrenze (EOG) und damit zur Netzentgeltbildung. Die bessere Transparenz, wie Netzentgelte zustande kommen, war der BNetzA durch eine Novellierung der Anreizregulierungsverordnung auferlegt worden.

In der Tabelle befinden sich u. a. Daten

  • zur Erlösobergrenze
  • zu den Effizienzwerten
  • zum Erweiterungsfaktor
  • zu den einzelnen Kostenbestandteilen (z.B. Kapitalkostenaufschlag, dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten, volatile Kostenanteile)
  • über die ermittelten Kennzahlen zur Versorgungsqualität

Verbrauchernahe Institutionen erhoffen sich von der Offenlegung mehr Einfluss auf die Netzbetreiber, ihre Netzentgelte zu senken, wenn beispielsweise festzustellen sei, dass ihre Erlösobergrenzen bislang sehr hoch liegen.

Die Daten sind derzeit noch nicht vollständig eingepflegt, da gerichtliche Eilverfahren laufen, mit denen einzelne Unternehmen die Offenlegung ihrer Daten verhindern wollen. Aber auch ein Blick in die vorhandenen Daten ist aufschlussreich. So fallen gerade bei den Übertragungsnetzbetreibern die in beträchtlichem Maße nach oben angepassten EOG ins Auge. Bei TenneT beispielsweise erhöhte sich die EOG von rund 597 Mio. Euro auf rund 2,2 Mrd. Euro. Euro. Bei 50Hertz hat sich die EOG ungefähr verdoppelt, bei Amprion fast verdoppelt, ebenso wie bei Transnet BW.

Nach Einschätzung von Unternehmen aus dem E.ON-Konzern spielt bei diesen Anpassungen die Energiewende eine große Rolle – Kosten für die Mitnutzung des vorgelagerten Netzes, zu zahlende vermiedene Netzentgelte und bei notwendiger Reduzierung der Einspeiseleistung vorzunehmende Entschädigungszahlungen. "Aufgrund der rasanten Zunahme der dezentralen Einspeisung in unser Netz sind diese Kosten in den letzten Jahren stark angestiegen, was zu einer deutlichen Erhöhung der Erlösobergrenze und demzufolge der Netzentgelte geführt hat", schreibt etwa die E.DIS AG.
 

Was ist die Erlösobergrenze?
Die Anreizregulierungsverordnung legt eine Erlösobergrenze (EOG) für die Netzbetreiber fest, die den gesamten zulässigen Netzkosten inkl. kalkulatorischen Abschreibungen und Eigenkapitalverzinsung entspricht. Die EOG eines Unternehmens, die es mit den Erlösen aus Netzentgelten und sonstigen Erlösen decken darf, wird durch eine Kostenprüfung ermittelt. Eine individuelle Anpassung der EOG an die Preisentwicklung oder wegen unvorhergesehener Änderungen kann durch den Netzbetreiber vorgenommen bzw. beantragt werden. Übersteigen die tatsächlichen Erlöse die Obergrenze um fünf Prozent bei Gas und Strom, müssen unverzüglich Anpassungen der Netzentgelte vorgenommen werden.

 

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14.02.2017 | Nachzahlungen vermeiden, finanzielle Nachteile für die Zukunft verhindern, Meldefristen beachten!

Kunden mit Eigenerzeugungsanlagen (PV, BHKW) haben im Jahr 2017 einige gesetzliche Meldepflichten zu beachten. Hierbei müssen an die unterschiedlichsten Instanzen entsprechende Daten und Verbräuche gemeldet werden. Ebenso müssen Stromverbrauchskunden mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 1 GWh an einer Abnahmestelle eine neu...
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Kunden mit Eigenerzeugungsanlagen (PV, BHKW) haben im Jahr 2017 einige gesetzliche Meldepflichten zu beachten. Hierbei müssen an die unterschiedlichsten Instanzen entsprechende Daten und Verbräuche gemeldet werden. Ebenso müssen Stromverbrauchskunden mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 1 GWh an einer Abnahmestelle eine neu eingeführte Meldepflicht beachten. Bei Missachtung der gesetzlichen Meldepflichten gibt es laut unserem Energiejuristen Nachzahlungsforderungen sowie ggf. finanzielle Nachteile in der Zukunft.

Hintergrund dieser Meldepflichten ist es, zu Unrecht genutzte Subventionen (reduzierte Umlagesätze) bei der Weiterleitung an Dritte zu vermeiden und zusätzliche Informationen über Erzeugungsmengen und Anlagedetails zu erhalten.

Dieses betrifft folgende Hauptthemen:
 

  1. Meldefrist nach dem KWK-Gesetz

Hier müssen alle Verbraucher größer 1 Mio. kWh an den Netzbetreiber melden, welche Verbrauchsmengen sie selber verwendet haben und welche Verbrauchsmengen sie an „Dritte“ weitergeleitet haben. Die Netzbetreiber versenden teilweise Abfragebriefe, welche laut Meinung unserer Juristen zu langfristigen Verpflichtungen für den Kunden führen können. Diese Fälle sollten entsprechend von Spezialisten/Rechtsanwälten überprüft werden, um entsprechende Nachteile zu vermeiden. Bei Nichteinhaltung der Meldefrist bzw. bei nicht korrekter Meldung können hierbei monetäre Nachteile von 7.460,00 Euro je GWh entstehen. Zusätzlich ist laut Juristenmeinung davon auszugehen, dass bei einer fehlenden Meldung die Übergangsregelung für das KWK-Gesetz in den Jahren 2017/2018 verloren geht, was gravierende monetäre Auswirkungen hat.

 

  1. Meldepflichten bei Eigenerzeugungsanlagen

Neben den Meldepflichten nach dem KWK-Gesetz für den Strombezug müssen auch Betreiber von Eigenerzeugungsanlagen entsprechende Meldungen vornehmen, um finanzielle Nachteile in Bezug auf die EEG-Umlage zu vermeiden.


 

Im Rahmen unserer Abfrageaktion haben wir alle Kunden bereits frühzeitig bezüglich dieser Themen angesprochen. Sollten Sie Fragen bezüglich der Umsetzung oder Bewertung dieser Themen haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Kundenbetreuer in Verbindung. Alternativ beantworten wir Ihnen unter 07251 926-555 gerne Ihre Fragen.

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12.12.2016 | Verfehlt Deutschland sein Klimaziel 2020?

Es sieht danach aus, als würde Deutschland seine Klimaziele 2020 nicht erreichen können. So ist es einer aktuellen Studie von izes / Institut für ZukunftsEnergieSysteme im Auftrag verschiedener Umweltverbände zu entnehmen. Ziel der Bundesregierung ist eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich...
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Es sieht danach aus, als würde Deutschland seine Klimaziele 2020 nicht erreichen können. So ist es einer aktuellen Studie von izes / Institut für ZukunftsEnergieSysteme im Auftrag verschiedener Umweltverbände zu entnehmen. Ziel der Bundesregierung ist eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990. Bis 2012 wurden die Emissionen um rund 25 Prozent verringert. Nach den Berechnungen des Projektionsberichts 2015 der Bundesregierung wird bis 2020 mit den bis Mitte 2014 beschlossenen Maßnahmen eine Absenkung um lediglich 32 bis 35 Prozent erreicht werden können – mithin 5 bis 8 Prozent zu wenig.

Zur Kurskorrektur verabschiedete die Bundesregierung Ende 2014 das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020. Damit sollen 62 bis 78 Mio. Tonnen CO2 zusätzlich jährlich eingespart werden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die gewählten Maßnahmen per se zumeist notwendig sind und zu Treibhausgas-Einsparungen beitragen können. Aber in der Summe seien sie nicht ausreichend, um die in dieser Studie abgeschätzte maximale Maßnahmenlücke von bis zu 82 Mio. Tonnen CO2 schließen zu können.

Ein nicht unerheblicher Teil der beschlossenen Maßnahmen sei bereits jetzt zeitlich verzögert oder noch nicht begonnen worden, sodass auch die Minderungswirkung bis 2020 deutlich geringer ausfallen dürfte. Die Autoren regen ambitioniertere Maßnahmen an, die den Ausbau von erneuerbaren Energien und KWK sowie den Rückbau emissionsintensiver Stromerzeugungsanlagen, insbesondere Braunkohle, unterstützen und beschleunigen. Außerdem solle ein Fahrplan für den Kohleausstieg auf den Weg gebracht und gesetzlich festgeschrieben werden.

Medienberichten zufolge liegt bereits ein erster Entwurf des Bundesumweltministeriums für einen Klimaschutzbericht 2016 vor, derzeit laufen in Berlin die Anhörungen von Interessengruppen. Diesen soll noch im Dezember ein Beschluss des Berichts durch die Bundesregierung folgen.

 



"Klima-Aktionsprogramm wirkt wie ein Konjunkturpaket"

Das Bundesumweltministerium gab bei PricewaterhouseCoopers eine Studie in Auftrag, um das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 wirtschaftlich zu bewerten. Der Studie zufolge schaffen die von der Bundesregierung 2014 beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen zusätzliches Wirtschaftswachstum und 430.000 zusätzliche Jobs. Der volkswirtschaftliche Nutzen übersteige die Kosten der Maßnahmen deutlich.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Das Klima-Aktionsprogramm wirkt wie ein Konjunkturpaket. Die ausgelösten Investitionen führen zu Einsparung von Energiekosten, zu mehr einheimischer Wertschöpfung und zu zusätzlicher Beschäftigung. ... Wer hier auf die Bremse tritt, schadet unserer Volkswirtschaft."

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14.11.2016 | Es wird ein teures Jahr 2017 für Energieverbraucher

Alle Umlagen für das Jahr 2017 sind mittlerweile vollständig veröffentlicht und weisen darauf hin, dass 2017 ein teues Jahr für Nutzer von Energie werden dürfte.

Die Umlagen im Einzelnen:
 

  • EEG-Umlage: 6,880 ct/kWh
  • § 18-Abschaltumlage: 0,006 ct/kWh (diese Umlage wird wieder eingeführt)
  • Offshore-Haftungsumlage nach § 17f...
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Alle Umlagen für das Jahr 2017 sind mittlerweile vollständig veröffentlicht und weisen darauf hin, dass 2017 ein teues Jahr für Nutzer von Energie werden dürfte.

Die Umlagen im Einzelnen:
 

  • EEG-Umlage: 6,880 ct/kWh
  • § 18-Abschaltumlage: 0,006 ct/kWh (diese Umlage wird wieder eingeführt)
  • Offshore-Haftungsumlage nach § 17f EnWG: LV A': -0,028 ct/kWh; LV B': 0,038 ct/kWh; LV C': 0,025 ct/kWh
  • § 19-Umlage: LV A': 0,388 ct/kWh; LV B': 0,05 ct/kWh; LV C': 0,025 ct/kWh

 

 

 

 

Und noch die KWK-Umlage:

Bei der KWK-Umlage sind derzeit noch zwei Varianten im Umlauf. Ds liegt daran, dass ein aktuelles Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Nach dem Gesetzesentwurf soll es zukünftig nur einen Einheitssatz geben. Wir gehen davon aus, dass der Gesetzesentwurf sich durchsetzen wird.
 

  • KWK-Umlage nach Gesetzesentwurf (wahrscheinlich): 0,438 ct/kWh
  • KWK-Umlage auf Basis des aktuellen Gesetzes (unwahrscheinlich): LV A': 0,463 ct/kWh; LV B': 0,04 ct/kWh; LV C': 0,03 ct/kWh

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17.10.2016 | 2017 müssen Stromkunden sich auf höhere Preise einstellen – EEG-Umlage und Netzentgelte sind schuld

Dass im Jahr 2017 wohl die Stromkosten stärker zu Buche schlagen werden, darauf deuten bereits jetzt mehrere Indizien hin.

Soeben wurde die Höhe der EEG-Umlage 2017 durch die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bekannt gegeben (siehe unseren Sondernewsletter vom 14. Oktober). Sie beträgt für das kommende Jahr 6,880 Cent je...
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Dass im Jahr 2017 wohl die Stromkosten stärker zu Buche schlagen werden, darauf deuten bereits jetzt mehrere Indizien hin.

Soeben wurde die Höhe der EEG-Umlage 2017 durch die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bekannt gegeben (siehe unseren Sondernewsletter vom 14. Oktober). Sie beträgt für das kommende Jahr 6,880 Cent je Kilowattstunde Strom. Derzeit sind 6,354 ct/kWh zu zahlen. Das entspricht also einer Steigerung um 8,3 Prozent.

 



Für den Anstieg sprachen bereits Prognosen wie die von der Stiftungsinitiative Agora Energiewende, die sogar eine Größenordnung von 7,1 bis 7,3 ct/kWh annahm (wir berichteten), aber auch das Abschmelzen des EEG-Umlagekontos, dessen Stand im September regelmäßig für die Berechnung der EEG-Umlage herangezogen wird. Andere Experten sahen die neue Umlage bei knapp unter 7 ct/kWh und behielten damit Recht. Die ÜNB senkten allerdings ihre Liquiditätsreserve, was sich mildernd auswirkt.

Auch bezüglich der Netzentgelte ist nichts Erfreuliches zu erwarten. So hat laut Medienberichten der Übertragungsnetzbetreiber TenneT bereits verlauten lassen, dass er für 2017 seine Netzentgelte um 80 Prozent erhöhen will. TenneT ist der größte ÜNB in Deutschland und deckt hier ca. 50 Prozent der Fläche ab.

 

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12.09.2016 | Neuer Zivilschutzplan ist mehr als nur ein Hamsterkauf-Ratgeber

Schon seit 2012 wird an der Überarbeitung unserer zuletzt in den 90er Jahren angepassten "Konzeption Zivile Verteidigung" gearbeitet, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung des Plans am 24. August betonte. Der Minister stellte klar, dass das beschlossene Papier entgegen entsprechender Verlautbarungen keine...
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Schon seit 2012 wird an der Überarbeitung unserer zuletzt in den 90er Jahren angepassten "Konzeption Zivile Verteidigung" gearbeitet, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung des Plans am 24. August betonte. Der Minister stellte klar, dass das beschlossene Papier entgegen entsprechender Verlautbarungen keine Reaktion auf eine aktuelle terroristische Bedrohungslage sei.

 



Das Papier rät nicht etwa nur zu "Hamsterkäufen" seitens der Bevölkerung, sondern beschäftigt sich vielmehr auch mit der Möglichkeit eines flächendeckenden Ausfalls der Energieversorgung – z. B. durch Schäden an der Infrastruktur oder Cyberattacken – und beinhaltet Empfehlungen für die Bereiche Energie, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. So wird ein Notfallplan Strom angekündigt, der laut der Konzeption von Bund und Ländern erarbeitet werden soll. Der BDEW vermisst hier (noch) die Einbeziehung der Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft, wie sie beim Notfallplan der Gaswirtschaft stattgefunden hat – dieser Plan liegt bereits vor. Im Krisenfall seien zudem funktionierende Notsysteme der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung entscheidend für die Bevölkerung, so der BDEW. In der Wasserwirtschaft gebe es bereits Regelwerke und Konzepte zur Notversorgung, die in Abstimmung mit den kommunalen und regionalen Behörden kontinuierlich weiterentwickelt werden. Auch ein Notbrunnensystem existiere bereits, das aus Sicht des BDEW allerdings modernisiert werden sollte.

Die Bundesbürger selbst sollten sich ebenfalls auf die Überbrückung kurzfristiger Stromausfälle vorbereiten. Der Zivilschutzplan nennt hier u.a. warme Decken und Kleidung, einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz für Kamin/Ofen, einen Vorrat an Kerzen und Taschenlampen (Kurbel-, Solarleuchten) sowie Ersatzleuchtmitteln, Batterien, Streichhölzern, geladene Akkus an Computern, Mobiltelefonen, Telefonen, die Vorhaltung solarbetriebener Batterieladegeräte und netzunabhängiger Radiogeräte sowie eine Bargeldreserve.

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15.08.2016 | Kaufprämie für Elektrofahrzeuge: Antragstellung seit 2. Juli 2016 möglich, Anlauf schleppend

Seit dem 2. Juli 2016 können Anträge für die Kaufprämie für Elektrofahrzeuge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe dieses sogenannten Umweltbonus den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern. Durch die Förderung soll die schnelle...
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Seit dem 2. Juli 2016 können Anträge für die Kaufprämie für Elektrofahrzeuge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe dieses sogenannten Umweltbonus den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern. Durch die Förderung soll die schnelle Verbreitung elektrisch betriebener Fahrzeuge im Markt unterstützt werden. Im Moment darf man noch bezweifeln, ob die neue Maßnahme wirklich viel bringt. Wie das BAFA mit einer Zwischenbilanz vom 4. August mitteilte, sind bis dahin 1.791 Anträge eingegangen, davon 1.194 für reine Batterieelektrofahrzeuge und 597 für Plug-In Hybride. Die Abwrackprämie war da vor einigen Jahren auf Anhieb deutlich erfolgreicher am Start.

 


Das Antragsverfahren verläuft zweistufig: Zunächst ist der Umweltbonus zusammen mit dem Kauf- oder Leasingvertrag über das Online-Portal zu beantragen. Der Käufer erhält im Anschluss vom BAFA einen Zuwendungsbescheid, mit dem er aufgefordert wird, eine Kopie des Kfz-Scheins, des Kfz-Briefs sowie der Rechnung im Antragsportal hochzuladen. Sind alle Fördervoraussetzungen nachgewiesen, zahlt das BAFA den Zuschuss aus.

Gefördert werden Elektroautos, für die ab dem 18. Mai 2016 ein Kauf- oder Leasingvertrag abgeschlossen wurde und die auf der „Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge“ aufgeführt sind. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird. Bei Leasingverträgen ist der Leasingnehmer antragsberechtigt.

Der Umweltbonus wird in Höhe von 4.000 Euro für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge und in Höhe von 3.000 Euro für Plug-In Hybride jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und der Industrie finanziert. Die Förderung erfolgt bis zur vollständigen Auszahlung der hierfür vorgesehenen Bundesmittel in Höhe von 600 Mio. Euro, längstens jedoch bis 2019. Man sollte allerdings darauf achten, dass auch der Autoverkäufer die Kaufprämie tatsächlich an den Käufer ausreicht.

Nähere Informationen gibt es unter: www.bafa.de > Wirtschaftsförderung > Elektromobilität (Umweltbonus)

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13.07.2016 | Brexit – energiepolitisch ein Desaster für Europa und Großbritannien

Die Nachricht vom britischen Votum pro Brexit hat weltweit für Turbulenzen an vielen Märkten gesorgt – ob Aktien (hier werden vor allem Banken und Energieversorger gebeutelt), Devisen oder Rohstoffe. Der DAX hat verloren, ebenso wie das britische Pfund. Gold wurde teurer, die Ölpreise sind kräftig abgerutscht, und genauso auch die...
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Die Nachricht vom britischen Votum pro Brexit hat weltweit für Turbulenzen an vielen Märkten gesorgt – ob Aktien (hier werden vor allem Banken und Energieversorger gebeutelt), Devisen oder Rohstoffe. Der DAX hat verloren, ebenso wie das britische Pfund. Gold wurde teurer, die Ölpreise sind kräftig abgerutscht, und genauso auch die CO2-Zertifikate. Nach Angaben des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) notiert ein Zertifikat, das zur Emission einer Tonne CO2 in der EU berechtigt, aktuell (Stand 30.6.) bei rund 5 Euro und ist damit um elf Prozent billiger als noch am Vortag. Medien mutmaßen bereits, dass Großbritannien sich nicht nur von der EU verabschieden wird, sondern auch den Emissionshandel aufgeben könnte.In einem Gastkommentar bei "Capital" äußerte sich am 29. Juni die Energieexpertin Claudia Kemfert, die die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung leitet, recht deutlich: Im Energie-EU-Binnenmarkt verliere nicht nur Europa einen wichtigen Handelspartner, sondern auf der anderen Seite der Partnerschaft Großbritannien. Energiepolitisch sei der Brexit eine Art nationaler Selbstmord. Die britische Energiepolitik sei derzeit weder nachhaltig, noch finanzierbar und vor allem hochriskant. Den Preis zahlten die Bürger in Form von hohen Energiekosten – und die EU in Form von Subventionen, mit denen nach dem EU-Ausstieg Schluss sein dürfte.

Wie Kemfert schreibt, muss ein Großteil der Energie seit jeher auf die Insel importiert werden. Aufgrund der Abwertung des britischen Pfunds würden solche Importe nun sehr viel teurer. Erschwerend komme hinzu, dass Großbritannien – neben der Atomkraft – immer mehr auf eine Energieversorgung mit Gas setze, wo wenige Anbieter den Markt beherrschen. Kemfert weist darauf hin, dass die Briten nicht nur die europäische Wirtschaftsgemeinschaft, sondern auch die sogenannte Energie-Union verlassen. Diese war erst vor kurzem von Europa beschlossen worden, um den zunehmenden geopolitischen Risiken zu begegnen und faire und transparente Lösungen bei den Energieimporten, vor allem aus Russland, zu erreichen. Daher sieht Kemfert Russland als Brexit-Gewinner – je größer die Uneinigkeit der noch 28 EU-Vertragsparteien, desto besser für die Geschäfte mit Kohle, Öl und Gas aus Russland. Das Fazit der Energieexpertin: Europa werde zwar geschwächt, solle sich aber nicht beirren lassen und die nachhaltige Energie- und Klimapolitik umso entschlossener fortsetzen. Deutschlands Rolle werde jetzt noch bedeutsamer und die deutsche Energiewende noch wichtiger für die EU.

 

 

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13.06.2016 | Stromkunden zahlen jährlich hunderte Millionen Euro zu viel an Netzentgelten

Deutsche Stromkunden bezahlten in den letzten Jahren hunderte Millionen Euro zu viel an Netzentgelten, berichtete das ARD-Magazin MONITOR am 12. Mai. Obwohl die Netzbetreiber laut Gesetz nur 9,05 Prozent Eigenkapitalrendite aufweisen dürften, hätten sie zum Teil deutlich höhere Renditen erzielt.

 

Allein in den letzten fünf...
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Deutsche Stromkunden bezahlten in den letzten Jahren hunderte Millionen Euro zu viel an Netzentgelten, berichtete das ARD-Magazin MONITOR am 12. Mai. Obwohl die Netzbetreiber laut Gesetz nur 9,05 Prozent Eigenkapitalrendite aufweisen dürften, hätten sie zum Teil deutlich höhere Renditen erzielt.

 

Allein in den letzten fünf Jahren seien die Netzentgelte beim Strom für einen Durchschnittshaushalt um 23 Prozent gestiegen und machten mittlerweile rund ein Viertel des Strompreises aus. Demgegenüber stünden hohe Renditen der Netzbetreiber, etwa bei Netze BW mit einer durchschnittlichen Eigenkapitalrendite von 72,3 Prozent in der Sparte Elektrizitätsverteilung von 2012 bis 2014.

 




Auch eine Untersuchung des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bundesnetzagentur wurde in der Sendung zitiert, der zufolge die Stromnetzbetreiber zwischen 2006 bis 2012 im Schnitt eine Eigenkapitalrendite von 14,4 Prozent erwirtschaftet hätten – was deutlich höher wäre als die gesetzlich vorgegebenen 9,05 Prozent.

Allerdings verwies die Bundesnetzagentur in diesem Zusammenhang auf ihre eigene Berechnungsmethode, die andere, niedrigere Ergebnisse erbringt. Allerdings will die Bundesnetzagentur  nicht mitteilen, in welcher Höhe die Renditen der Stromnetzbetreiber nach ihren Berechnungen ermittelt wurden.

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16.01.2017 | Änderungen 2017

Während sich bei der Stromsteuer und der Konzessionsabgabe wenig getan hat, sind bei der Höhe der §19-Umlage und der Offshore-Umlage je nach Verbrauchergruppe Änderungen eingetreten. EEG-Umlage und Abschalt-Umlage sind zum Jahresbeginn gestiegen. Aufpassen sollten Sie, ob Sie von den Änderungen im EEG-Gesetz und im KWK-Gesetz...
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Während sich bei der Stromsteuer und der Konzessionsabgabe wenig getan hat, sind bei der Höhe der §19-Umlage und der Offshore-Umlage je nach Verbrauchergruppe Änderungen eingetreten. EEG-Umlage und Abschalt-Umlage sind zum Jahresbeginn gestiegen. Aufpassen sollten Sie, ob Sie von den Änderungen im EEG-Gesetz und im KWK-Gesetz betroffen sind. Wie in unserem Dezember-Newsletter zu lesen war, müssen alle von der Besonderen Ausgleichsregelung begünstigten Unternehmen ab sofort die für ihr Unternehmen bezogenen Strommengen direkt dem Übertragungsnetzbetreiber melden und die anfallende EEG-Umlage abrechnen. Im Zuge des novellierten KWKG ist unter anderem eine neue Frist zu beachten, wenn man die Übergangsregelung nutzen will. Dazu beachten Sie bitte unseren ausführlichen Beitrag in den ENO-Marktnews.

 

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16.10.2017 | EEG-Umlage sinkt leicht auf 6,792 ct/kWh - keine Konzeption der Regierung, marktgetriebene Entwicklung

Die EEG-Umlage für das Geschäftsjahr 2018 ist leicht gesunken. Dieses war im Vorfeld schon vermutet worden, da die Spotmarktpreise im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zu den vorherigen Jahren doch deutlich gestiegen waren und somit auch die Erlöse für eingespeiste EEG-Mengen deutlich höher waren wie prognostiziert. Zusätzlich war...
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Die EEG-Umlage für das Geschäftsjahr 2018 ist leicht gesunken. Dieses war im Vorfeld schon vermutet worden, da die Spotmarktpreise im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zu den vorherigen Jahren doch deutlich gestiegen waren und somit auch die Erlöse für eingespeiste EEG-Mengen deutlich höher waren wie prognostiziert. Zusätzlich war der Liquiditätspuffer auf dem EEG-Konto wie immer sehr hoch, so dass dieser für die Zukunft auch hoffentlich angepasst wurde.
 
Dieses ist nur eine temporäre Erscheinung, da die Offshore-Windparks erst jetzt und in den Folgejahren stark ans Netz gehen und somit noch mehr EEG-Strom vergütet werden muss. Somit ist in den Folgejahren mit einem weiter steigenden EEG-Satz auf diesem sehr hohen Niveau zu rechnen. Die einzige Möglichkeit, ohne die EEG-Härtefallklausel für Produzenten zu optimieren, ist den Energieverbrauch zu reduzieren. Hier stehen Ihnen die Kundenbetreuer der ENOPLAN GmbH, auch in Zusammenarbeit mit unserer Tochtergesellschaft ENOMETRIK GmbH, für Analysen und gezielte Messtechnik für Verbrauchseinsparungen zur Verfügung. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben.
 
Wir bedanken uns und verbleiben
 
mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Ralf Schade

 


 

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