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10.07.2017 | Netzentgeltreform im Bundestag beschlossen

Das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) passierte nach zähem Ringen Ende Juni den Bundestag. Die Übertragungsnetzentgelte sollen bundesweit angeglichen werden. Diese Angleichung soll stufenweise erfolgen.

Hintergrund: Die Netzgebiete in Deutschland sind in unterschiedlich hohem Maße von den vermiedenen Netzentgelten...
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Das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) passierte nach zähem Ringen Ende Juni den Bundestag. Die Übertragungsnetzentgelte sollen bundesweit angeglichen werden. Diese Angleichung soll stufenweise erfolgen.

Hintergrund: Die Netzgebiete in Deutschland sind in unterschiedlich hohem Maße von den vermiedenen Netzentgelten betroffen – in Gebieten mit hohem Anteil an dezentralen Erzeugungsanlagen (etwa im Norden) sind auch die Netzentgelte hoch, was in erster Linie die ansässigen Industrieunternehmen belastet.

Das Bundeswirtschaftsministerium argumentierte, dass für den notwendigen zügigen Netzausbau eine faire Verteilung der Kosten auf alle Schultern entscheidend sei. Deshalb werden regionale Unterschiede bei den Netzentgelten stufenweise von 2019 bis 2023 angeglichen. Ab 1.1.2023 sollen die Übertragungsnetzentgelte dann bundesweit einheitlich sein.

Außerdem hat man sich auf eine Vorgehensweise beim kritisch gesehenen Abschmelzen des Privilegs der vermiedenen Netzentgelte geeinigt. Die Berechnungsgrundlagen werden bei allen Bestandsanlagen an die aktuelle Situation angepasst und ab 2018 auf dem Niveau des Jahres 2016 eingefroren. Bei der weiteren Abschmelzung wird unterschieden zwischen den volatilen (Sonne, Wind) und den steuerbaren Erzeugungsanlagen (z. B. KWK). Bei volatilen Anlagen werden die vermiedenen Netzentgelte für Neuanlagen ab 2018 komplett abgeschafft und für Bestandsanlagen ab 2018 in drei Schritten vollständig abgeschmolzen. Das kann im Norden und Osten zu einer spürbaren Dämpfung des Anstiegs der Netzkosten führen und kommt den Stromkunden in diesen Netzgebieten zugute. Bei steuerbaren Anlagen erhalten Neuanlagen ab 2023 keine Zahlungen aus vermiedenen Netzentgelten mehr. Die Korrektur insbesondere bei den KWK-Anlagen war besonders dringend eingefordert worden.

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12.06.2017 | Marktstammdatenregister: Achtung Registrierungspflicht!

Im Marktstammdatenregister (MaStR) werden folgende Register der Bundesnetzagentur zusammengefasst und ab Juli 2017 endgültig abgelöst, d. h. ihre Funktion wird vom MaStR vollständig übernommen:

  • das PV-Meldeportal
  • das Anlagenregister

Das MaStR soll ein zentrales Register für die Energiewirtschaft sein. Es erfasst erstmals...
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Im Marktstammdatenregister (MaStR) werden folgende Register der Bundesnetzagentur zusammengefasst und ab Juli 2017 endgültig abgelöst, d. h. ihre Funktion wird vom MaStR vollständig übernommen:

  • das PV-Meldeportal
  • das Anlagenregister

Das MaStR soll ein zentrales Register für die Energiewirtschaft sein. Es erfasst erstmals sämtliche Erzeugungsanlagen – erneuerbar und konventionell, Neuanlagen und Bestandsanlagen, Strom und Gas – sowie bestimmte Verbrauchsanlagen sowie die Betreiber der Anlagen. Die Betreiber müssen die Anlagendaten eingeben und die Daten aktuell halten. Die Netzbetreiber müssen die Angaben der Betreiber prüfen und ergänzen.

Einige wichtige Definitionen vorab: Im Sinn der "Verordnung über das zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten" (MaStRV) ist:
 

  • „Bestandseinheit“ jede Einheit, die vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen worden ist,
  • „Betreiber“, wer unabhängig vom Eigentum eine Einheit oder eine EEG- oder KWK-Anlage für die Erzeugung von Strom nutzt,
  • „EEG-Anlage“ jede Anlage zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, die nach der für sie maßgeblichen Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eine Anlage ist,
  • „Einheit“ jede ortsfeste
    • Gaserzeugungseinheit, Gasspeichereinheit, Gasverbrauchseinheit,
    • Stromerzeugungseinheit, Stromspeichereinheit, Stromverbrauchseinheit

etc. Weitere Infos finden sich auf der Webseite der Bundesnetzagentur.


Was ist einzutragen?
 

  • alle Strom- und Gaserzeugungseinheiten und -anlagen, „… die mit dem Strom- bzw. Gasnetz direkt oder indirekt verbunden sind bzw. sein können“ lt. § 5 Abs. 2 Nr. 1a MaStRV
  • alle Marktakteure des Strom- bzw. Gasnetzes i.S.v. § 3 Abs. 1 MaStRV


Welche Daten sind relevant?

Stammdaten der Marktakteure und Anlagen der leitungsgebundenen Energieversorgung im Strom- und Gasmarkt

  • Stammdaten von Anlagen: technische Daten, Standorte & Netzanschlusspunkte, Nummern aus anderen Kontexten, Verbindung zum Anlagenbetreiber
  • Stammdaten von juristischen und natürlichen Personen: Kontaktdaten – mitunter vertraulich, Nummern aus anderen Kontexten, Verbindungen zu den Anlagen

aber: keine Bewegungsdaten (keine erzeugten Strommengen, Speicherfüllstände, vertragliche Beziehungen)


Bis wann muss eingetragen werden?

  • EEG-Neuanlagen: bis spätestens 3 Wochen nach Inbetriebnahme
  • Konventionelle Neuanlagen & Genehmigungen: bis November 2017, anschl. bis 3 Wochen nach Inbetriebnahme bzw. bis nach Änderung
  • Bestandsanlagen: 2-jährige Übergangsphase bis 30. Juni 2019

Eingetragen werden kann ab dem 01. Juli 2017.


Wenn nicht eingetragen wird, drohen Konsequenzen.

Bei vorsätzlich bzw. fahrlässig …

  • … nicht richtiger bzw. nicht ordnungsgemäßer Registrierung
  • … nicht rechtzeitiger Registrierung

gemäß § 21 Nr.1 MaStRV handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit i.S.v. § 95 Abs. 1 Nr. 5d EnWG, und zwar wegen der gesetzlichen Verpflichtung zur

  • Eintragung gemäß § 3 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 MaStRV bzw. § 5 MaStRV
  • Übernahme der Datenverantwortung (ständige Aktualisierung) gemäß § 7 Abs. 1 MaStRV

Dazu kommt, dass ein Anspruch auf

  • Marktprämie
  • Einspeisevergütung
  • Flexibilitätsprämie lt. EEG
  • bzw. Zuschlagszahlungen bzw. Förderungen nach KWKG

nur nach vorheriger Eintragung möglich ist, d. h. erst mit Eintragung im MaStR tritt die Fälligkeit ein.

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15.05.2017 | Transparenzverordnung: neue Meldepflicht bis zum 30. Juni

Für alle Strom- und Energiesteueranträge gibt es eine seit diesem Jahr neue, zusätzliche Meldepflicht: Bis zum 30.06.2017 muss das für die Transparenzverordnung relevante Formular an das zuständige Hauptzollamt übermittelt werden. Hierin müssen die einzelnen Steuerentlastungen pro Antragstellung und Jahr innerhalb der letzten drei...
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Für alle Strom- und Energiesteueranträge gibt es eine seit diesem Jahr neue, zusätzliche Meldepflicht: Bis zum 30.06.2017 muss das für die Transparenzverordnung relevante Formular an das zuständige Hauptzollamt übermittelt werden. Hierin müssen die einzelnen Steuerentlastungen pro Antragstellung und Jahr innerhalb der letzten drei Jahre genannt werden.

Ziel ist es, die erhaltenen Strom- und Energieerstattungen transparent zu machen. Hierbei gilt jedoch eine Bagatellgrenze, sodass man sich für drei Jahre befreien lassen kann, sofern man unter diese Bagatellgrenze fällt.

Wir gehen davon aus, dass die Hauptzollämter auf die Abgabe dieser Daten drängen werden, obwohl die Daten den Hauptzollämtern normalerweise schon durch die Antragstellung vorliegen.

Sollten Sie hier Unterstützung benötigen, rufen Sie uns einfach unter 07251 926-555 an.

 

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10.04.2017 | Grüne: CO2-Einsparziele für 2020 "krachend verfehlt"?

Im Jahr 2016 sind die energiebedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr vermutlich um 0,7 Prozent oder vier Millionen Tonnen Kohlendioxid angestiegen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von arepo consult im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen. Dabei sei eine deutliche Verringerung der...
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Im Jahr 2016 sind die energiebedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr vermutlich um 0,7 Prozent oder vier Millionen Tonnen Kohlendioxid angestiegen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von arepo consult im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen. Dabei sei eine deutliche Verringerung der Emissionen dringend nötig, um die Klimakatastrophe abzuwenden, so die Grünen. Dies bestätige, dass Programme und Maßnahmen der großen Koalition in der Substanz wirkungslos seien.

Ursächlich für die steigenden Emissionen ist der Anstieg des Primärenergieverbrauches. Damit wird der Energiegehalt aller im Inland eingesetzten Energieträger wie zum Beispiel Braun- und Steinkohle, Mineralöl oder Erdgas bezeichnet. Mit den steigenden Emissionen werde es für Deutschland noch schwieriger, seine Klimaziele zu erreichen: In jedem der Jahre bis 2020 müssten die jährlichen Emissionen nun durchschnittlich um 40 Millionen Tonnen gesenkt werden. Letztes Jahr um die gleiche Zeit habe diese Zahl noch bei 30 Millionen Tonnen notwendiger Reduktion pro Jahr gelegen.

Der Treibhausgas-Anstieg stammt laut den Grünen vor allem aus einer Zunahme des Mineralölverbrauchs. Allein 4,8 Millionen Tonnen mehr Treibhausgase seien auf erhöhten Dieselkonsum im Transportbereich zurückzuführen. Deutlich mehr Warentransport müsse auf die Schiene, und es müssten auch endlich die Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich Elektro-Autos in Deutschland durchsetzen können. Daneben spielten der zusätzliche Schalttag und das gestiegene Brutto-Inlands-Produkt eine Rolle.

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13.03.2017 | Mehr Transparenz in der Netzentgeltbildung

Erstmalig am 22. Februar 2017 veröffentlichte die Bundesnetzagentur Einzeldaten der Strom- und Gasnetzbetreiber, die von ihr reguliert werden oder sich in der Organleihe befinden. Erfasst sind bislang 1.147 Unternehmen, darunter 622 im Strombereich, der Rest im Gasbereich. Die Daten sind Grundlage der Bestimmung der...
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Erstmalig am 22. Februar 2017 veröffentlichte die Bundesnetzagentur Einzeldaten der Strom- und Gasnetzbetreiber, die von ihr reguliert werden oder sich in der Organleihe befinden. Erfasst sind bislang 1.147 Unternehmen, darunter 622 im Strombereich, der Rest im Gasbereich. Die Daten sind Grundlage der Bestimmung der Erlösobergrenze (EOG) und damit zur Netzentgeltbildung. Die bessere Transparenz, wie Netzentgelte zustande kommen, war der BNetzA durch eine Novellierung der Anreizregulierungsverordnung auferlegt worden.

In der Tabelle befinden sich u. a. Daten

  • zur Erlösobergrenze
  • zu den Effizienzwerten
  • zum Erweiterungsfaktor
  • zu den einzelnen Kostenbestandteilen (z.B. Kapitalkostenaufschlag, dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten, volatile Kostenanteile)
  • über die ermittelten Kennzahlen zur Versorgungsqualität

Verbrauchernahe Institutionen erhoffen sich von der Offenlegung mehr Einfluss auf die Netzbetreiber, ihre Netzentgelte zu senken, wenn beispielsweise festzustellen sei, dass ihre Erlösobergrenzen bislang sehr hoch liegen.

Die Daten sind derzeit noch nicht vollständig eingepflegt, da gerichtliche Eilverfahren laufen, mit denen einzelne Unternehmen die Offenlegung ihrer Daten verhindern wollen. Aber auch ein Blick in die vorhandenen Daten ist aufschlussreich. So fallen gerade bei den Übertragungsnetzbetreibern die in beträchtlichem Maße nach oben angepassten EOG ins Auge. Bei TenneT beispielsweise erhöhte sich die EOG von rund 597 Mio. Euro auf rund 2,2 Mrd. Euro. Euro. Bei 50Hertz hat sich die EOG ungefähr verdoppelt, bei Amprion fast verdoppelt, ebenso wie bei Transnet BW.

Nach Einschätzung von Unternehmen aus dem E.ON-Konzern spielt bei diesen Anpassungen die Energiewende eine große Rolle – Kosten für die Mitnutzung des vorgelagerten Netzes, zu zahlende vermiedene Netzentgelte und bei notwendiger Reduzierung der Einspeiseleistung vorzunehmende Entschädigungszahlungen. "Aufgrund der rasanten Zunahme der dezentralen Einspeisung in unser Netz sind diese Kosten in den letzten Jahren stark angestiegen, was zu einer deutlichen Erhöhung der Erlösobergrenze und demzufolge der Netzentgelte geführt hat", schreibt etwa die E.DIS AG.
 

Was ist die Erlösobergrenze?
Die Anreizregulierungsverordnung legt eine Erlösobergrenze (EOG) für die Netzbetreiber fest, die den gesamten zulässigen Netzkosten inkl. kalkulatorischen Abschreibungen und Eigenkapitalverzinsung entspricht. Die EOG eines Unternehmens, die es mit den Erlösen aus Netzentgelten und sonstigen Erlösen decken darf, wird durch eine Kostenprüfung ermittelt. Eine individuelle Anpassung der EOG an die Preisentwicklung oder wegen unvorhergesehener Änderungen kann durch den Netzbetreiber vorgenommen bzw. beantragt werden. Übersteigen die tatsächlichen Erlöse die Obergrenze um fünf Prozent bei Gas und Strom, müssen unverzüglich Anpassungen der Netzentgelte vorgenommen werden.

 

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14.02.2017 | Nachzahlungen vermeiden, finanzielle Nachteile für die Zukunft verhindern, Meldefristen beachten!

Kunden mit Eigenerzeugungsanlagen (PV, BHKW) haben im Jahr 2017 einige gesetzliche Meldepflichten zu beachten. Hierbei müssen an die unterschiedlichsten Instanzen entsprechende Daten und Verbräuche gemeldet werden. Ebenso müssen Stromverbrauchskunden mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 1 GWh an einer Abnahmestelle eine neu...
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Kunden mit Eigenerzeugungsanlagen (PV, BHKW) haben im Jahr 2017 einige gesetzliche Meldepflichten zu beachten. Hierbei müssen an die unterschiedlichsten Instanzen entsprechende Daten und Verbräuche gemeldet werden. Ebenso müssen Stromverbrauchskunden mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 1 GWh an einer Abnahmestelle eine neu eingeführte Meldepflicht beachten. Bei Missachtung der gesetzlichen Meldepflichten gibt es laut unserem Energiejuristen Nachzahlungsforderungen sowie ggf. finanzielle Nachteile in der Zukunft.

Hintergrund dieser Meldepflichten ist es, zu Unrecht genutzte Subventionen (reduzierte Umlagesätze) bei der Weiterleitung an Dritte zu vermeiden und zusätzliche Informationen über Erzeugungsmengen und Anlagedetails zu erhalten.

Dieses betrifft folgende Hauptthemen:
 

  1. Meldefrist nach dem KWK-Gesetz

Hier müssen alle Verbraucher größer 1 Mio. kWh an den Netzbetreiber melden, welche Verbrauchsmengen sie selber verwendet haben und welche Verbrauchsmengen sie an „Dritte“ weitergeleitet haben. Die Netzbetreiber versenden teilweise Abfragebriefe, welche laut Meinung unserer Juristen zu langfristigen Verpflichtungen für den Kunden führen können. Diese Fälle sollten entsprechend von Spezialisten/Rechtsanwälten überprüft werden, um entsprechende Nachteile zu vermeiden. Bei Nichteinhaltung der Meldefrist bzw. bei nicht korrekter Meldung können hierbei monetäre Nachteile von 7.460,00 Euro je GWh entstehen. Zusätzlich ist laut Juristenmeinung davon auszugehen, dass bei einer fehlenden Meldung die Übergangsregelung für das KWK-Gesetz in den Jahren 2017/2018 verloren geht, was gravierende monetäre Auswirkungen hat.

 

  1. Meldepflichten bei Eigenerzeugungsanlagen

Neben den Meldepflichten nach dem KWK-Gesetz für den Strombezug müssen auch Betreiber von Eigenerzeugungsanlagen entsprechende Meldungen vornehmen, um finanzielle Nachteile in Bezug auf die EEG-Umlage zu vermeiden.


 

Im Rahmen unserer Abfrageaktion haben wir alle Kunden bereits frühzeitig bezüglich dieser Themen angesprochen. Sollten Sie Fragen bezüglich der Umsetzung oder Bewertung dieser Themen haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Kundenbetreuer in Verbindung. Alternativ beantworten wir Ihnen unter 07251 926-555 gerne Ihre Fragen.

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12.12.2016 | Verfehlt Deutschland sein Klimaziel 2020?

Es sieht danach aus, als würde Deutschland seine Klimaziele 2020 nicht erreichen können. So ist es einer aktuellen Studie von izes / Institut für ZukunftsEnergieSysteme im Auftrag verschiedener Umweltverbände zu entnehmen. Ziel der Bundesregierung ist eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich...
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Es sieht danach aus, als würde Deutschland seine Klimaziele 2020 nicht erreichen können. So ist es einer aktuellen Studie von izes / Institut für ZukunftsEnergieSysteme im Auftrag verschiedener Umweltverbände zu entnehmen. Ziel der Bundesregierung ist eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990. Bis 2012 wurden die Emissionen um rund 25 Prozent verringert. Nach den Berechnungen des Projektionsberichts 2015 der Bundesregierung wird bis 2020 mit den bis Mitte 2014 beschlossenen Maßnahmen eine Absenkung um lediglich 32 bis 35 Prozent erreicht werden können – mithin 5 bis 8 Prozent zu wenig.

Zur Kurskorrektur verabschiedete die Bundesregierung Ende 2014 das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020. Damit sollen 62 bis 78 Mio. Tonnen CO2 zusätzlich jährlich eingespart werden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die gewählten Maßnahmen per se zumeist notwendig sind und zu Treibhausgas-Einsparungen beitragen können. Aber in der Summe seien sie nicht ausreichend, um die in dieser Studie abgeschätzte maximale Maßnahmenlücke von bis zu 82 Mio. Tonnen CO2 schließen zu können.

Ein nicht unerheblicher Teil der beschlossenen Maßnahmen sei bereits jetzt zeitlich verzögert oder noch nicht begonnen worden, sodass auch die Minderungswirkung bis 2020 deutlich geringer ausfallen dürfte. Die Autoren regen ambitioniertere Maßnahmen an, die den Ausbau von erneuerbaren Energien und KWK sowie den Rückbau emissionsintensiver Stromerzeugungsanlagen, insbesondere Braunkohle, unterstützen und beschleunigen. Außerdem solle ein Fahrplan für den Kohleausstieg auf den Weg gebracht und gesetzlich festgeschrieben werden.

Medienberichten zufolge liegt bereits ein erster Entwurf des Bundesumweltministeriums für einen Klimaschutzbericht 2016 vor, derzeit laufen in Berlin die Anhörungen von Interessengruppen. Diesen soll noch im Dezember ein Beschluss des Berichts durch die Bundesregierung folgen.

 



"Klima-Aktionsprogramm wirkt wie ein Konjunkturpaket"

Das Bundesumweltministerium gab bei PricewaterhouseCoopers eine Studie in Auftrag, um das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 wirtschaftlich zu bewerten. Der Studie zufolge schaffen die von der Bundesregierung 2014 beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen zusätzliches Wirtschaftswachstum und 430.000 zusätzliche Jobs. Der volkswirtschaftliche Nutzen übersteige die Kosten der Maßnahmen deutlich.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Das Klima-Aktionsprogramm wirkt wie ein Konjunkturpaket. Die ausgelösten Investitionen führen zu Einsparung von Energiekosten, zu mehr einheimischer Wertschöpfung und zu zusätzlicher Beschäftigung. ... Wer hier auf die Bremse tritt, schadet unserer Volkswirtschaft."

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14.11.2016 | Es wird ein teures Jahr 2017 für Energieverbraucher

Alle Umlagen für das Jahr 2017 sind mittlerweile vollständig veröffentlicht und weisen darauf hin, dass 2017 ein teues Jahr für Nutzer von Energie werden dürfte.

Die Umlagen im Einzelnen:
 

  • EEG-Umlage: 6,880 ct/kWh
  • § 18-Abschaltumlage: 0,006 ct/kWh (diese Umlage wird wieder eingeführt)
  • Offshore-Haftungsumlage nach § 17f...
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Alle Umlagen für das Jahr 2017 sind mittlerweile vollständig veröffentlicht und weisen darauf hin, dass 2017 ein teues Jahr für Nutzer von Energie werden dürfte.

Die Umlagen im Einzelnen:
 

  • EEG-Umlage: 6,880 ct/kWh
  • § 18-Abschaltumlage: 0,006 ct/kWh (diese Umlage wird wieder eingeführt)
  • Offshore-Haftungsumlage nach § 17f EnWG: LV A': -0,028 ct/kWh; LV B': 0,038 ct/kWh; LV C': 0,025 ct/kWh
  • § 19-Umlage: LV A': 0,388 ct/kWh; LV B': 0,05 ct/kWh; LV C': 0,025 ct/kWh

 

 

 

 

Und noch die KWK-Umlage:

Bei der KWK-Umlage sind derzeit noch zwei Varianten im Umlauf. Ds liegt daran, dass ein aktuelles Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Nach dem Gesetzesentwurf soll es zukünftig nur einen Einheitssatz geben. Wir gehen davon aus, dass der Gesetzesentwurf sich durchsetzen wird.
 

  • KWK-Umlage nach Gesetzesentwurf (wahrscheinlich): 0,438 ct/kWh
  • KWK-Umlage auf Basis des aktuellen Gesetzes (unwahrscheinlich): LV A': 0,463 ct/kWh; LV B': 0,04 ct/kWh; LV C': 0,03 ct/kWh

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17.10.2016 | 2017 müssen Stromkunden sich auf höhere Preise einstellen – EEG-Umlage und Netzentgelte sind schuld

Dass im Jahr 2017 wohl die Stromkosten stärker zu Buche schlagen werden, darauf deuten bereits jetzt mehrere Indizien hin.

Soeben wurde die Höhe der EEG-Umlage 2017 durch die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bekannt gegeben (siehe unseren Sondernewsletter vom 14. Oktober). Sie beträgt für das kommende Jahr 6,880 Cent je...
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Dass im Jahr 2017 wohl die Stromkosten stärker zu Buche schlagen werden, darauf deuten bereits jetzt mehrere Indizien hin.

Soeben wurde die Höhe der EEG-Umlage 2017 durch die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bekannt gegeben (siehe unseren Sondernewsletter vom 14. Oktober). Sie beträgt für das kommende Jahr 6,880 Cent je Kilowattstunde Strom. Derzeit sind 6,354 ct/kWh zu zahlen. Das entspricht also einer Steigerung um 8,3 Prozent.

 



Für den Anstieg sprachen bereits Prognosen wie die von der Stiftungsinitiative Agora Energiewende, die sogar eine Größenordnung von 7,1 bis 7,3 ct/kWh annahm (wir berichteten), aber auch das Abschmelzen des EEG-Umlagekontos, dessen Stand im September regelmäßig für die Berechnung der EEG-Umlage herangezogen wird. Andere Experten sahen die neue Umlage bei knapp unter 7 ct/kWh und behielten damit Recht. Die ÜNB senkten allerdings ihre Liquiditätsreserve, was sich mildernd auswirkt.

Auch bezüglich der Netzentgelte ist nichts Erfreuliches zu erwarten. So hat laut Medienberichten der Übertragungsnetzbetreiber TenneT bereits verlauten lassen, dass er für 2017 seine Netzentgelte um 80 Prozent erhöhen will. TenneT ist der größte ÜNB in Deutschland und deckt hier ca. 50 Prozent der Fläche ab.

 

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12.09.2016 | Neuer Zivilschutzplan ist mehr als nur ein Hamsterkauf-Ratgeber

Schon seit 2012 wird an der Überarbeitung unserer zuletzt in den 90er Jahren angepassten "Konzeption Zivile Verteidigung" gearbeitet, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung des Plans am 24. August betonte. Der Minister stellte klar, dass das beschlossene Papier entgegen entsprechender Verlautbarungen keine...
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Schon seit 2012 wird an der Überarbeitung unserer zuletzt in den 90er Jahren angepassten "Konzeption Zivile Verteidigung" gearbeitet, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung des Plans am 24. August betonte. Der Minister stellte klar, dass das beschlossene Papier entgegen entsprechender Verlautbarungen keine Reaktion auf eine aktuelle terroristische Bedrohungslage sei.

 



Das Papier rät nicht etwa nur zu "Hamsterkäufen" seitens der Bevölkerung, sondern beschäftigt sich vielmehr auch mit der Möglichkeit eines flächendeckenden Ausfalls der Energieversorgung – z. B. durch Schäden an der Infrastruktur oder Cyberattacken – und beinhaltet Empfehlungen für die Bereiche Energie, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. So wird ein Notfallplan Strom angekündigt, der laut der Konzeption von Bund und Ländern erarbeitet werden soll. Der BDEW vermisst hier (noch) die Einbeziehung der Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft, wie sie beim Notfallplan der Gaswirtschaft stattgefunden hat – dieser Plan liegt bereits vor. Im Krisenfall seien zudem funktionierende Notsysteme der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung entscheidend für die Bevölkerung, so der BDEW. In der Wasserwirtschaft gebe es bereits Regelwerke und Konzepte zur Notversorgung, die in Abstimmung mit den kommunalen und regionalen Behörden kontinuierlich weiterentwickelt werden. Auch ein Notbrunnensystem existiere bereits, das aus Sicht des BDEW allerdings modernisiert werden sollte.

Die Bundesbürger selbst sollten sich ebenfalls auf die Überbrückung kurzfristiger Stromausfälle vorbereiten. Der Zivilschutzplan nennt hier u.a. warme Decken und Kleidung, einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz für Kamin/Ofen, einen Vorrat an Kerzen und Taschenlampen (Kurbel-, Solarleuchten) sowie Ersatzleuchtmitteln, Batterien, Streichhölzern, geladene Akkus an Computern, Mobiltelefonen, Telefonen, die Vorhaltung solarbetriebener Batterieladegeräte und netzunabhängiger Radiogeräte sowie eine Bargeldreserve.

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15.08.2016 | Kaufprämie für Elektrofahrzeuge: Antragstellung seit 2. Juli 2016 möglich, Anlauf schleppend

Seit dem 2. Juli 2016 können Anträge für die Kaufprämie für Elektrofahrzeuge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe dieses sogenannten Umweltbonus den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern. Durch die Förderung soll die schnelle...
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Seit dem 2. Juli 2016 können Anträge für die Kaufprämie für Elektrofahrzeuge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe dieses sogenannten Umweltbonus den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern. Durch die Förderung soll die schnelle Verbreitung elektrisch betriebener Fahrzeuge im Markt unterstützt werden. Im Moment darf man noch bezweifeln, ob die neue Maßnahme wirklich viel bringt. Wie das BAFA mit einer Zwischenbilanz vom 4. August mitteilte, sind bis dahin 1.791 Anträge eingegangen, davon 1.194 für reine Batterieelektrofahrzeuge und 597 für Plug-In Hybride. Die Abwrackprämie war da vor einigen Jahren auf Anhieb deutlich erfolgreicher am Start.

 


Das Antragsverfahren verläuft zweistufig: Zunächst ist der Umweltbonus zusammen mit dem Kauf- oder Leasingvertrag über das Online-Portal zu beantragen. Der Käufer erhält im Anschluss vom BAFA einen Zuwendungsbescheid, mit dem er aufgefordert wird, eine Kopie des Kfz-Scheins, des Kfz-Briefs sowie der Rechnung im Antragsportal hochzuladen. Sind alle Fördervoraussetzungen nachgewiesen, zahlt das BAFA den Zuschuss aus.

Gefördert werden Elektroautos, für die ab dem 18. Mai 2016 ein Kauf- oder Leasingvertrag abgeschlossen wurde und die auf der „Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge“ aufgeführt sind. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird. Bei Leasingverträgen ist der Leasingnehmer antragsberechtigt.

Der Umweltbonus wird in Höhe von 4.000 Euro für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge und in Höhe von 3.000 Euro für Plug-In Hybride jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und der Industrie finanziert. Die Förderung erfolgt bis zur vollständigen Auszahlung der hierfür vorgesehenen Bundesmittel in Höhe von 600 Mio. Euro, längstens jedoch bis 2019. Man sollte allerdings darauf achten, dass auch der Autoverkäufer die Kaufprämie tatsächlich an den Käufer ausreicht.

Nähere Informationen gibt es unter: www.bafa.de > Wirtschaftsförderung > Elektromobilität (Umweltbonus)

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13.07.2016 | Brexit – energiepolitisch ein Desaster für Europa und Großbritannien

Die Nachricht vom britischen Votum pro Brexit hat weltweit für Turbulenzen an vielen Märkten gesorgt – ob Aktien (hier werden vor allem Banken und Energieversorger gebeutelt), Devisen oder Rohstoffe. Der DAX hat verloren, ebenso wie das britische Pfund. Gold wurde teurer, die Ölpreise sind kräftig abgerutscht, und genauso auch die...
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Die Nachricht vom britischen Votum pro Brexit hat weltweit für Turbulenzen an vielen Märkten gesorgt – ob Aktien (hier werden vor allem Banken und Energieversorger gebeutelt), Devisen oder Rohstoffe. Der DAX hat verloren, ebenso wie das britische Pfund. Gold wurde teurer, die Ölpreise sind kräftig abgerutscht, und genauso auch die CO2-Zertifikate. Nach Angaben des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) notiert ein Zertifikat, das zur Emission einer Tonne CO2 in der EU berechtigt, aktuell (Stand 30.6.) bei rund 5 Euro und ist damit um elf Prozent billiger als noch am Vortag. Medien mutmaßen bereits, dass Großbritannien sich nicht nur von der EU verabschieden wird, sondern auch den Emissionshandel aufgeben könnte.In einem Gastkommentar bei "Capital" äußerte sich am 29. Juni die Energieexpertin Claudia Kemfert, die die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung leitet, recht deutlich: Im Energie-EU-Binnenmarkt verliere nicht nur Europa einen wichtigen Handelspartner, sondern auf der anderen Seite der Partnerschaft Großbritannien. Energiepolitisch sei der Brexit eine Art nationaler Selbstmord. Die britische Energiepolitik sei derzeit weder nachhaltig, noch finanzierbar und vor allem hochriskant. Den Preis zahlten die Bürger in Form von hohen Energiekosten – und die EU in Form von Subventionen, mit denen nach dem EU-Ausstieg Schluss sein dürfte.

Wie Kemfert schreibt, muss ein Großteil der Energie seit jeher auf die Insel importiert werden. Aufgrund der Abwertung des britischen Pfunds würden solche Importe nun sehr viel teurer. Erschwerend komme hinzu, dass Großbritannien – neben der Atomkraft – immer mehr auf eine Energieversorgung mit Gas setze, wo wenige Anbieter den Markt beherrschen. Kemfert weist darauf hin, dass die Briten nicht nur die europäische Wirtschaftsgemeinschaft, sondern auch die sogenannte Energie-Union verlassen. Diese war erst vor kurzem von Europa beschlossen worden, um den zunehmenden geopolitischen Risiken zu begegnen und faire und transparente Lösungen bei den Energieimporten, vor allem aus Russland, zu erreichen. Daher sieht Kemfert Russland als Brexit-Gewinner – je größer die Uneinigkeit der noch 28 EU-Vertragsparteien, desto besser für die Geschäfte mit Kohle, Öl und Gas aus Russland. Das Fazit der Energieexpertin: Europa werde zwar geschwächt, solle sich aber nicht beirren lassen und die nachhaltige Energie- und Klimapolitik umso entschlossener fortsetzen. Deutschlands Rolle werde jetzt noch bedeutsamer und die deutsche Energiewende noch wichtiger für die EU.

 

 

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13.06.2016 | Stromkunden zahlen jährlich hunderte Millionen Euro zu viel an Netzentgelten

Deutsche Stromkunden bezahlten in den letzten Jahren hunderte Millionen Euro zu viel an Netzentgelten, berichtete das ARD-Magazin MONITOR am 12. Mai. Obwohl die Netzbetreiber laut Gesetz nur 9,05 Prozent Eigenkapitalrendite aufweisen dürften, hätten sie zum Teil deutlich höhere Renditen erzielt.

 

Allein in den letzten fünf...
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Deutsche Stromkunden bezahlten in den letzten Jahren hunderte Millionen Euro zu viel an Netzentgelten, berichtete das ARD-Magazin MONITOR am 12. Mai. Obwohl die Netzbetreiber laut Gesetz nur 9,05 Prozent Eigenkapitalrendite aufweisen dürften, hätten sie zum Teil deutlich höhere Renditen erzielt.

 

Allein in den letzten fünf Jahren seien die Netzentgelte beim Strom für einen Durchschnittshaushalt um 23 Prozent gestiegen und machten mittlerweile rund ein Viertel des Strompreises aus. Demgegenüber stünden hohe Renditen der Netzbetreiber, etwa bei Netze BW mit einer durchschnittlichen Eigenkapitalrendite von 72,3 Prozent in der Sparte Elektrizitätsverteilung von 2012 bis 2014.

 




Auch eine Untersuchung des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bundesnetzagentur wurde in der Sendung zitiert, der zufolge die Stromnetzbetreiber zwischen 2006 bis 2012 im Schnitt eine Eigenkapitalrendite von 14,4 Prozent erwirtschaftet hätten – was deutlich höher wäre als die gesetzlich vorgegebenen 9,05 Prozent.

Allerdings verwies die Bundesnetzagentur in diesem Zusammenhang auf ihre eigene Berechnungsmethode, die andere, niedrigere Ergebnisse erbringt. Allerdings will die Bundesnetzagentur  nicht mitteilen, in welcher Höhe die Renditen der Stromnetzbetreiber nach ihren Berechnungen ermittelt wurden.

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09.05.2016 | Atomkonzerne wehren sich gegen Risikoaufschlag

Mitte Oktober 2015 wurde das Gesetz zur Nachhaftung für Rückbau- und Entsorgungskosten im Kernenergiebereich sowie die Einrichtung der "Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs" (KFK) beschlossen. Damit wurde festgeschrieben, dass Kernkraftwerksbetreiber für nukleare Entsorgungskosten haften. Und zwar...
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Mitte Oktober 2015 wurde das Gesetz zur Nachhaftung für Rückbau- und Entsorgungskosten im Kernenergiebereich sowie die Einrichtung der "Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs" (KFK) beschlossen. Damit wurde festgeschrieben, dass Kernkraftwerksbetreiber für nukleare Entsorgungskosten haften. Und zwar auch nachhaften, falls es die betreffende Firma irgendwann nicht mehr gibt (nach dem Motto 'Eltern haften für ihre Kinder' müssen die Muttergesellschaften für Pflichten von untergegangenen Töchtern haften). Damit wollte die Regierung die Risiken für öffentliche Haushalte und Steuerzahler minimieren.


Aufgabe der KFK sollte die Erarbeitung von Empfehlungen sein, "wie die Sicherstellung der Finanzierung von Stilllegung, Rückbau und Entsorgung so ausgestaltet werden kann, dass die Unternehmen auch langfristig wirtschaftlich in der Lage sind, ihre Verpflichtungen aus dem Atombereich zu erfüllen". Sprich: einen Vorschlag erarbeiten, wie die Kosten für den Atomausstieg zwischen Staat und den Energiekonzernen aufgeteilt werden, ohne dass es diesen Unternehmen das Genick bricht. Und diese haben daran nach Vorlage der Vorschläge der KFK Ende April 2016 ihre Zweifel.

So soll der Barwert der von den Konzernen gebildeten Rückstellungen plus einem Risikozuschlag von rund 35 Prozent an den Staat übertragen und in einen öffentlich-rechtlichen Fonds überführt werden, wonach dann die Haftung der Betreiber für die Zwischenlagerung enden soll. Dies soll die Mittel für die Zwischenlagerung und Auswahl, Bau, Betrieb und Stilllegung der nuklearen Endlager sichern. Insgesamt handelt es sich um ca. 23 Milliarden Euro.

Dies scheint den vier betroffenen Konzernen E.on, RWE, EnBW und Vattenfall erstmal zu teuer zu sein. Sie sehen durch den "hohen Risikoaufschlag" ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit überfordert. Die Zwischen- und Endlagerung sei in Deutschland operative Aufgabe des Staates, der hierfür auch die politische Verantwortung trage, sagten sie unter anderem in einer postwendend herausgegebenen Verlautbarung. Allerdings glauben gewöhnlich gut unterrichtete Kreise, dass noch ein Konsens erreicht werden kann.

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04.02.2016 | WISO: "Überhöhte Netzentgelte"?

Am 11. Januar sorgte eine WISO-Sendung zum Thema "Überhöhte Netzentgelte" für Kopfschütteln nicht nur bei Haushalts-, sondern sicher auch bei Unternehmenskunden. Der Hintergrund: Rund 800 Netzbetreiber sind in Deutschland dafür zuständig, den Strom durch ihre Leitungen zu allen Kunden durchzuleiten. Dafür kassieren sie eine...
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Am 11. Januar sorgte eine WISO-Sendung zum Thema "Überhöhte Netzentgelte" für Kopfschütteln nicht nur bei Haushalts-, sondern sicher auch bei Unternehmenskunden. Der Hintergrund: Rund 800 Netzbetreiber sind in Deutschland dafür zuständig, den Strom durch ihre Leitungen zu allen Kunden durchzuleiten. Dafür kassieren sie eine Durchleitungsgebühr, die sogenannten Netzentgelte. Deren Höhe kontrolliert die Bundesnetzagentur (BNetzA), die auch den Verdienst der Netzbetreiber, die sogenannte Erlösobergrenze, die an das Eigenkapital der Unternehmen geknüpft ist, genehmigen muss. WISO berichtete nun von einem geheimen Papier der BNetzA, das den Verdacht aufkommen lässt, dass Netzbetreiber anscheinend kreativ mit diesem Sachverhalt umgehen. Denn durch die Verlagerung von Fremdkapital zum Beispiel kann die Erlösobergrenze nach oben geschoben werden. Laut WISO könnte es in jedem Jahr um rund eine Milliarde Euro zu viel gezahlte Netzentgelte gehen.

 

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18.01.2016 | Störfälle in belgischen Atommeilern machen Deutschen Angst

"Es liegt nicht in der Gewalt der Bundesregierung, Atomkraftwerke in anderen Ländern abschalten zu lassen. So wie Deutschland sich nicht vorschreiben lässt, Atomkraftwerke zu betreiben, so können wir anderen nicht vorschreiben, wie sie ihren Energiebedarf decken", schreibt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dazu auf ihrer...
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"Es liegt nicht in der Gewalt der Bundesregierung, Atomkraftwerke in anderen Ländern abschalten zu lassen. So wie Deutschland sich nicht vorschreiben lässt, Atomkraftwerke zu betreiben, so können wir anderen nicht vorschreiben, wie sie ihren Energiebedarf decken", schreibt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dazu auf ihrer Facebookseite. Sie will aber alle zur Verfügung stehenden Kanäle nutzen, um der belgischen Regierung die  in Deutschland herrschende Besorgnis über den fortgesetzten Betrieb der AKWs in Tihange und Doel zum Ausdruck zu bringen.  Anfang Januar will sie ein Gespräch mit der belgischen Atomaufsicht führen.

 

Man sei besorgt, ob die erforderliche Reaktorsicherheit dieser Anlagen in vollem Umfang gewährleistet sei. Angesichts der jüngsten Störfälle in der Anlage Doel 3 nahe Antwerpen am ersten Weihnachtstag und Tihange 1, etwa 70 Kilometer von Aachen entfernt, wenige Tage vor Weihnachten ist diese Besorgnis wohl gerechtfertigt.

Aus Sicht des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen Oliver Krischer werden hier billigend Gefahren in Kauf genommen, die nicht nur Belgien, sondern ganz Mitteleuropa betreffen.

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09.11.2015 | Strompreis: Viele Faktoren sprechen für zukünftigen Preisanstieg

Wie wir bereits in unserem Sonder-Newsletter am 15. Oktober berichteten, steigt die EEG-Umlage für 2016 mit 6,354 ct/kWh auf einen neuen Rekord. Am selben Tag wurde auch die künftige Höhe der Offshore-Haftungsumlage nach § 17f EnWG veröffentlicht, die ebenfalls ansteigt – auf 0,04 ct/kWh. Die Umlage für abschaltbare Lasten nach §...
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Wie wir bereits in unserem Sonder-Newsletter am 15. Oktober berichteten, steigt die EEG-Umlage für 2016 mit 6,354 ct/kWh auf einen neuen Rekord. Am selben Tag wurde auch die künftige Höhe der Offshore-Haftungsumlage nach § 17f EnWG veröffentlicht, die ebenfalls ansteigt – auf 0,04 ct/kWh. Die Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 Abs. 1 AbLaV (aktuell 0,006 ct/kWh) läuft hingegen planmäßig zum Jahresende 2015 aus. Die Bundesnetzagentur hatte unter anderem festgestellt, dass abschaltbare Lasten innerhalb eines betrachteten Zeitraums nicht nötig waren, da ausreichende Leistungen im Markt vorhanden waren, gleichzeitig hätten die Anreize der abschaltbaren Lasten dafür gesorgt, dass Potenzial aus den Regelenergiemärkten abgezogen wurde – ein unerwünschter Effekt.

 


Auch die § 19 StromNEV-Umlage für 2016 wird ab dem 1. Januar in einer Rekordhöhe von 0,378 Cent/kWh von Letztverbrauchern (bezogen auf die Letztverbraucher-Gruppe A') erhoben (lesen Sie dazu unseren Artikel). Insgesamt dürfte davon auszugehen sein, dass diese Faktoren den Strompreis insgesamt in die Höhe treiben werden. Hinzu kommt noch die KWK-Umlage, die wegen einer in naher Zukunft in Kraft tretenden KWK-Gesetzesnovelle noch nicht genau feststeht, aber auf jeden Fall einen kräftigen Sprung nach oben hinlegen wird.

Noch unsicher: die KWK-Umlage

Bei der KWK-Umlage ist es etwas kompliziert: Aufgrund der aus dem aktuellen Novellierungsprozess zum KWKG resultierenden Rechtsunsicherheit müssen für das Jahr 2016 KWK-Aufschläge sowohl auf Basis des derzeit gültigen Gesetzes als auch auf Basis der parlamentarischen Beratungen ("indikativer Aufschlag") ermittelt werden. Das heißt, man bereitet sich auf zwei Fälle vor, je nachdem, ob die Gesetzesnovelle wie erwartet vor Jahresende in Kraft tritt oder nicht. Im ersteren Fall beträgt der KWK-Aufschlag inkl. der Korrekturen aus den Vorjahren 0,445 ct/kWh (Letztverbraucher-Gruppe A') oder 0,040 ct/kWh (Letztverbraucher-Gruppe B) bzw. 0,030 ct/kWh (Letztverbraucher-Gruppe C'). Im zweiten Fall bleibt es beim KWKG von 2012. Dann beträgt der Aufschlag 0,379 ct/kWh oder 0,050 ct/kWh bzw. 0,025 ct/kWh.

Zum Vergleich: Für das Jahr 2015 betrug der Aufschlag 0,254 ct/kWh oder 0,051 ct/kWh bzw. 0,025 ct/kWh. Er steigt also auf jeden Fall, und zwar nicht zu knapp.

Indikativer Aufschlag 2016 nach Gesetzesentwurf zum KWKG vom 17.09.2015:
 

LV Gruppe A'

LV Gruppe B'

LV Gruppe C'

0,445 ct/kWh
bis 1 Mio. kWh

0,040 ct/kWh
> 1 Mio. kWh

0,030 ct/kWh
> 1 Mio. kWh
Ausnahmeregel


KWK-Aufschlag ab 1. Januar 2016 nach KWKG 2012

LV Gruppe A

LV Gruppe B

LV Gruppe C

0,379 ct/kWh
bis 100.000 kWh

0,050 ct/kWh
> 100.000 kWh

0,025 ct/kWh
> 100.000 kWh
Ausnahmeregel

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15.10.2015 | EEG-Umlage 2016

Eigentlich ist die Situation auf dem EEG-Umlagekonto eher erfreulich (Überschüsse in Milliardenhöhe). Sie wird normalerweise als stärkster Einfluss für die Festlegung der neuen EEG-Umlage gewertet und hätte eigentlich in einer weiteren leichten Senkung der Abgabe resultieren müssen. Doch haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB)...
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Eigentlich ist die Situation auf dem EEG-Umlagekonto eher erfreulich (Überschüsse in Milliardenhöhe). Sie wird normalerweise als stärkster Einfluss für die Festlegung der neuen EEG-Umlage gewertet und hätte eigentlich in einer weiteren leichten Senkung der Abgabe resultieren müssen. Doch haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) anderen Faktoren (Anzahl zu entlastender Unternehmen, weitere Entwicklung der Börsenstrompreise und des gesamten Stromverbrauchs etc.) offensichtlich stärkere Bedeutung beigemessen. Soeben erreichte uns die Nachricht, dass die ungeliebte Umlage auf 6,354 ct pro kWh Strom im Jahr 2016 festgesetzt wurde.

 



Damit kommen wir den pessimistischen Prognosen einiger Experten wie der Denkfabrik Agora Energiewende recht nahe (wir berichteten in unserem letzten Newsletter). Sie hatten gemutmaßt, dass die neue EEG-Umlage trotz des leichten Rückgangs der Ökostromumlage im vergangenen Jahr und der hohen Rücklagen für 2016 mit einem Wert zwischen 6,4 bis 6,6 ct/kWh einen neuen Rekord aufstellen könnte. Bislang lag die höchste Umlage bei 6,24 ct/kWh im Jahr 2014, im Jahr 2015 schlugen 6,17 ct/kWh zu Buche. Schuld an der steigenden Umlage sind paradoxerweise die extrem niedrigen Börsenstrompreise. Denn die Ökostromerzeuger erhalten eine feste Vergütung, die durch den Verkauf des Stroms an der Börse aufgebracht wird. Wenn der Börsenstrompreis also im Keller ist, müssen die Stromverbraucher einspringen – über die EEG-Umlage.

Staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen machen nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mehr als die Hälfte des Strompreises aus. Gut ein weiteres Viertel entfällt auf die Netzentgelte. Aktuell zahlen Stromkunden 32,2 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben. Daran hat die EEG-Umlage mit 21,8 Milliarden Euro den größten Anteil. Laut der Bundesregierung beträgt der Anteil der EEG-Umlage an den Stromkosten derzeit 21,1 Prozent.

Ob sie nun ein paar Prozentpunkte mehr oder weniger als vorher kostet – wir als Unternehmen kommen nicht umhin, bei unserem Energieverbrauch und unseren Energiekosten an jedem Stellschräubchen zu drehen, das sich uns bietet.

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12.10.2015 | Die KWKG-Novelle 2016

I. Aktueller Stand

Am 23. September 2015 wurde der Gesetzesentwurf für das neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) vorgelegt. Aus dem aktuellen Entwurf ergeben sich gravierende Änderungen, die sowohl den Einsatz von KWK betreffen (II.) als auch die Möglichkeiten zur Reduzierung der KWK-Umlage (III.). Die wichtigsten geplanten...
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I. Aktueller Stand

Am 23. September 2015 wurde der Gesetzesentwurf für das neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) vorgelegt. Aus dem aktuellen Entwurf ergeben sich gravierende Änderungen, die sowohl den Einsatz von KWK betreffen (II.) als auch die Möglichkeiten zur Reduzierung der KWK-Umlage (III.). Die wichtigsten geplanten Änderungen werden nachfolgend kurz dargestellt.

Für den Übergang vom aktuellen auf das neue KWK-G wird der 31.12.2015 maßgeblicher Stichtag sein. Um die Regelungen des aktuellen KWKG noch in Anspruch nehmen zu können, müssen Anlagen dann entweder vor dem 1. Januar 2016 den Dauerbetrieb aufgenommen oder aber bis zu diesem Zeitpunkt eine Genehmigung nach BImSchG vorliegen haben. Für die Letztgenannten ist eine Übergangsregelung vorgesehen, sodass diese bis zum 30. Juni 2016 in Dauerbetrieb genommen werden können.

 


II. Geplante Änderungen für den KWK-Einsatz

Vorrang der Direktvermarktung
Die bisherige Vergütungsstruktur für den ins Netz der allgemeinen Versorgung (Netz) eingespeisten Strom soll künftig nur noch für Anlagen mit einer Leistung bis 100 kWel gelten. Betreiber größerer Anlagen müssen den Strom künftig selbst verbrauchen (s. u.) oder direkt vermarkten, um den KWK-Zuschlag beanspruchen zu können.

Eine Direktvermarktung im Sinne des Gesetzes erfordert, dass der Strom in das Netz eingespeist und über dieses an einen Dritten (also nicht den Netzbetreiber) geliefert wird, wobei Dritter auch ein Letztverbraucher sein kann.

Anhebung des Zuschlags für eingespeisten KWK-Strom
Geplant ist die Anhebung des KWK-Zuschlags für den in das Netz eingespeisten KWK-Strom aus neuen, modernisierten oder nachgerüsteten KWK-Anlagen auf folgende Sätze:

  • 8 ct/kWh für den Leistungsanteil bis 50 kW,
  • 6 ct/kWh für den Leistungsanteil über 50 kW bis 100 kW,
  • 5 ct/kWh für den Leistungsanteil über 100 kW bis 250 kW,
  • 4,4 ct für den Leistungsanteil von 250 kW bis 2000 kW,
  • 3,1 ct/kWh für den Leistungsanteil über 2 MW.

Einschränkungen beim Eigenverbrauch
Die Zuschlagszahlung für selbst verbrauchten KWK-Strom soll künftig stark eingeschränkt werden. Diese kommt nur noch für Strom aus kleinen Anlagen bis 100 kWel oder aus Anlagen, die in stromkostenintensiven Unternehmen zum Einsatz kommen, in Frage.
Für Anlagen bis 100 kWel soll der Zuschlag für die selbst verbrauchten Strommengen auf 4 ct/kWh für den Leistungsanteil bis 50 kWel und 3 ct/kWh für den Leistungsanteil zwischen 50 kWel und 100 kWel beschränkt werden. Bei Anlagen in stromkostenintensiven Unternehmen soll der Anspruch auf KWK-Zuschlag für selbst verbrauchten Strom in der aktuell geltenden Höhe fortbestehen.

Änderung der Förderdauer
Die Förderdauer wird für die Anlagengröße bis 50 kWel auf 45.000 Vollbenutzungs-stunden (VBh) angehoben, wobei die Begrenzung der Förderdauer auf 10 Jahre entfällt. Im Übrigen gilt die alte Förderdauer von 30.000 VBh.

III. Änderung der KWKG-Umlage

Wie bisher werden die Kosten für die Förderung nach dem KWK-G als Zuschlag zum Netznutzungsentgelt (KWKG Umlage) auf die Letztverbraucher verteilt. Der Schwellenwert, bis zu dem die volle KWKG-Umlage zu zahlen ist, soll auf 1 GWh angehoben werden, wobei die Aufteilung in Letztverbrauchergruppen bestehen bleiben soll. Ab einem Stromverbrauch von über 1 GWh erfolgt eine Reduzierung der KWKG-Umlage auf 0,04 ct/kWh und für Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit einem entsprechenden Stromkosten-Umsatz-Verhältnis ist eine Reduzierung auf 0,03 ct/kWh

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15.09.2015 | Energiewende-Ziele der Bundesregierung in Gefahr

Zwar ist Deutschland beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Strombereich nach wie vor auf gutem Weg. Doch einige andere zentrale Energiewende-Ziele drohen deutlich verfehlt zu werden: Bei den Effizienzzielen und insbesondere im Verkehrssektor liegt Deutschland nach wie vor nicht auf Kurs, wie aktuelle Zahlen für das Jahr 2014...
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Zwar ist Deutschland beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Strombereich nach wie vor auf gutem Weg. Doch einige andere zentrale Energiewende-Ziele drohen deutlich verfehlt zu werden: Bei den Effizienzzielen und insbesondere im Verkehrssektor liegt Deutschland nach wie vor nicht auf Kurs, wie aktuelle Zahlen für das Jahr 2014 und das erste Halbjahr 2015 zeigen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Kurzanalyse des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), die im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen die Entwicklung der Energiewende-Indikatoren bis zum ersten Halbjahr 2015 betrachtet und die Ende August veröffentlicht wurde.

Problematisch wären demzufolge insbesondere die Energiewende-Ziele zur Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien am Wärmeverbrauch und im Verkehrsbereich, zur Reduktion des Primärenergieverbrauchs, zur Reduktion des Bruttostromverbrauchs und zur Reduktion des Endenergieverbrauchs im Verkehrssektor.

 



Der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrsbereich sei sogar zurückgegangen: Im Jahr 2013 betrug er noch 5,5 Prozent, in 2014 waren es 5,4 Prozent und im ersten Halbjahr 2015 nur noch 5,1 Prozent. Dies sei teilweise darauf zurückzuführen, dass der gesamte Endenergieverbrauch im Verkehrsbereich gestiegen ist.

Um aus der Energiewende nicht nur eine Stromwende, sondern auch eine Wärme-, Verkehrs- und Effizienzwende zu machen, bestehe weiterhin erheblicher Handlungsbedarf, so das FÖS.

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10.08.2018 | Stromnetzgebühren seit 2010 um 15 Prozent gestiegen

Wie eine Analyse des Verbraucherportals Verivox ergab, sind die Stromnetzgebühren für private Verbraucher in Deutschland in den letzten fünf Jahren um rund 15 Prozent angestiegen; ein Durchschnittshaushalt bezahlt jährlich 33 Euro (netto) mehr als im Jahr 2010. Im Jahr 2015 sind die Stromnetzgebühren für rund ein Viertel des...
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Wie eine Analyse des Verbraucherportals Verivox ergab, sind die Stromnetzgebühren für private Verbraucher in Deutschland in den letzten fünf Jahren um rund 15 Prozent angestiegen; ein Durchschnittshaushalt bezahlt jährlich 33 Euro (netto) mehr als im Jahr 2010. Im Jahr 2015 sind die Stromnetzgebühren für rund ein Viertel des gesamten Strompreises verantwortlich.

 



Regionale Unterschiede
Die Netzentgelte unterscheiden sich je nach Bundesland stark in Höhe und Entwicklung. Die östlichen Bundesländer haben mit einem Durchschnitt von 303 Euro deutlich höhere Gebühren als die alten Bundesländer (247 Euro). In den letzten 5 Jahren sind die Netzentgelte in den neuen Bundesländern um durchschnittlich 9 Prozent, in den alten Bundesländern um 16 Prozent angestiegen. Die höchsten Zuwächse gab es in Mecklenburg-Vorpommern (27 Prozent) und in Schleswig-Holstein (26 Prozent). Überdurchschnittlich stark sind sie auch in Baden-Württemberg (21 Prozent), Rheinland-Pfalz (19 Prozent) und Hamburg (18 Prozent) angestiegen. Einziger Ausreißer ist Sachsen-Anhalt, wo die Netzgebühren um 4 Prozent sanken.

Mehr Kostentransparenz gefordert
Die wichtigsten Faktoren für die Höhe der Netzentgelte sind das Alter der Verteilernetze, der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Bevölkerungsdichte und die Beschaffenheit der Landschaft. Über das Zustandekommen der Gebührenhöhe herrscht trotz Überwachung durch die Bundesnetzagentur verbreitet Unklarheit, mehr Kostentransparenz fordert Verivox vom Regulierer.

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13.07.2015 | In 25 Jahren vom Start-up zum Qualitätsführer für Energiedienstleistungen

25 Jahre ENOPLAN, das ist ein Grund zu feiern! Wir können auf ein spannendes und ereignisreiches Vierteljahrhundert zurückblicken und betrachten diese Entwicklung mit großem Stolz. Die ENOPLAN GmbH hat sich bis heute zu einer der größten Ingenieurgesellschaften im Energiedienstleistungsbereich entwickelt. Jeder einzelne...
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25 Jahre ENOPLAN, das ist ein Grund zu feiern! Wir können auf ein spannendes und ereignisreiches Vierteljahrhundert zurückblicken und betrachten diese Entwicklung mit großem Stolz. Die ENOPLAN GmbH hat sich bis heute zu einer der größten Ingenieurgesellschaften im Energiedienstleistungsbereich entwickelt. Jeder einzelne Unternehmensbereich sowie unsere Tochtergesellschaft ENOMETRIK GmbH haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

 



Anlässlich des Firmenjubiläums, das am 20.Juni festlich begangen wurde, hat ENOPLAN eine informative und unterhaltsame Broschüre aufgelegt. Hier finden sich eine Vorstellung der verschiedenen Unternehmensbereiche, ein "Mitarbeiterbaum", Steckbriefe des Führungskreises, eine Chronologie von 1990 bis heute, lustige Geschichten hinter den Kulissen und die beliebtesten Cartoons aus unseren Newslettern.

Was ein Mitarbeiterbaum ist? Hier haben wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend ihrer Firmenzugehörigkeit in die Jahresringe eines Baumstamms eingeordnet – mit erstaunlichen Ergebnissen. Schauen Sie doch mal selbst nach – unsere Broschüre "25" können Sie gern bei uns bestellen, schreiben Sie einfach eine Mail an Herrn Rik Amberger:

 

rik.amberger@enoplan.de

 

 

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08.06.2015 | EEG-Umlage: steigt bis 2023, dann sinkt sie

Zentrale Ergebnisse einer aktuellen Studie, die das Öko-Institut für Agora Energiewende erarbeitet hat, zeigen, dass die EEG-Umlage voraussichtlich bis 2023 noch leicht steigen wird und danach sinken soll. Der Studie liegen die im EEG festgelegten Ziele und Ausnahmeregelungen, Großhandelsstrompreise auf dem heutigen Niveau sowie...
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Zentrale Ergebnisse einer aktuellen Studie, die das Öko-Institut für Agora Energiewende erarbeitet hat, zeigen, dass die EEG-Umlage voraussichtlich bis 2023 noch leicht steigen wird und danach sinken soll. Der Studie liegen die im EEG festgelegten Ziele und Ausnahmeregelungen, Großhandelsstrompreise auf dem heutigen Niveau sowie weitere maßvolle Kostensenkungen bei den Erneuerbare-Energien-Technologien zugrunde.

 



Verschiedene Szenarien wurden betrachtet. Im kommenden Jahr werde der deutlich positive Saldo des EEG-Kontos demzufolge vermutlich dazu führen, dass die EEG-Umlage auf dem heutigen Niveau stabil bleibt. Danach werde sie – bei einem konstanten Strompreis von 35 Euro/MW und einem konstanten Nettostromverbrauch – bis zum Jahr 2023 um circa 1,5 Cent/kWh ansteigen. Begründet wird die Annahme mit den weiter ansteigenden Förderkosten aufgrund des Zubaus neuer Anlagen (besonders Offshore-Windkraftanlagen) in den kommenden Jahren. Im anschließenden Verlauf, wenn ab ca. 2024 die teuren Bestandsanlagen mit hohen Vergütungsansprüchen allmählich aus dem System ausscheiden, sinke die Umlage bis zum Jahr 2035 auf circa 4,4 ct/kWh, während gleichzeitig der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf 59 Prozent ansteige und sich damit gegenüber 2014 mehr als verdoppele.

Im Ergebnis wird Strom der Studie zufolge im Jahr 2035 also nicht mehr kosten als heute, allerdings wird er dann zu etwa 60 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen; den größten Beitrag dazu wird die Windkraft an Land leisten, gefolgt von Windkraft auf See und Photovoltaik.

 

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11.05.2015 | Energieaudits: Gehören Sie zu den Großen?

Falls ja, dann kommt einiges auf Sie zu. Wie bereits berichtet, hat das Bundeskabinett gravierende Änderungen der bisherigen Gesetzeslage im Bereich der Energieeffizienz verabschiedet ("EDL-G"). So sind Großunternehmen schon für das Jahr 2015 verpflichtet, Energieaudits nach DIN EN 16247-1 einzuführen, damit die...
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Falls ja, dann kommt einiges auf Sie zu. Wie bereits berichtet, hat das Bundeskabinett gravierende Änderungen der bisherigen Gesetzeslage im Bereich der Energieeffizienz verabschiedet ("EDL-G"). So sind Großunternehmen schon für das Jahr 2015 verpflichtet, Energieaudits nach DIN EN 16247-1 einzuführen, damit die Energieeffizienzziele der EU erreicht werden können. Unternehmen, die dieser Forderung bis zum 5. Dezember nicht nachkommen, müssen mit Sanktionen bis zu 50.000 Euro rechnen.

 



Betroffen von der Gesetzesänderung sind Großunternehmen, die nach Definition der EU nicht mehr als „kleine und mittlere Unternehmen“ (KMU) eingestuft werden – also alle Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro und/oder einer Bilanzsumme von mindestens 43 Millionen Euro.  In Zukunft müssen auch nicht-energieintensive Unternehmen die Energieeffizienz in den Fokus rücken – ob Unternehmen der produzierenden Industrie, Dienstleister wie Banken, Versicherungen oder Krankenhäuser, Einzelhandel, Hotelketten oder Transportunternehmen. Schauen Sie mal in unseren Infokasten, ob Sie betroffen sind und bedenken Sie dabei, dass auch Beteiligungsunternehmen ab einer bestimmten Größenordnung einbezogen werden müssen!
 

Infokasten:

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat zur Information der Unternehmen den Entwurf eines Merkblatts veröffentlicht. Dieses Merkblatt enthält Angaben über die zum Energieaudit verpflichteten Unternehmen, über die geforderten Audits, die Bußgelder und die Energieauditoren, denn gemäß EDL-G sind die Energieaudits durch qualifizierte und unabhängige Experten durchzuführen, die beim BAFA gelistet sind. Das endgültige Merkblatt wird in Kürze veröffentlicht, Sie finden es ebenso wie eine Liste der zugelassenen Auditoren unter: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energie_audit/index.html

Auch ENOPLAN hat sich als Energieauditor registrieren lassen. Wenn Sie diese Dienstleistung in Anspruch nehmen möchten, wenden Sie sich bitte zeitnah an:

Andreas Wagner

E-Mail andreas.wagner@enoplan.de

Telefon 07251 926-422

Auch wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie ein Energieaudit durchführen müssen, wenn Sie Beratungsbedarf zu Inhalten, Ablauf, Aufwand und Anforderungen von Energieaudits haben oder wenn Sie mehr über Energiekostenoptimierung erfahren möchten, kontaktieren Sie uns bitte.
 

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13.04.2015 | Jetzt steht es fest: Energieaudits für große Unternehmen kommen

Wie wir bereits im Februar berichtet haben, müssen große Unternehmen künftig in regelmäßigen Abständen sogenannte Energieaudits durchführen. Dabei werden die Energiequellen und der Energieverbrauch eines Unternehmens überprüft und bewertet. Der Anfang Februar vom Bundestag beschlossene Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der...
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Wie wir bereits im Februar berichtet haben, müssen große Unternehmen künftig in regelmäßigen Abständen sogenannte Energieaudits durchführen. Dabei werden die Energiequellen und der Energieverbrauch eines Unternehmens überprüft und bewertet. Der Anfang Februar vom Bundestag beschlossene Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie wurde Anfang März vom Bundesrat bestätigt.

 



Durch das Gesetz sollen große Unternehmen verpflichtet werden, bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre Energieaudits durchzuführen. Betroffen sind Unternehmen, die nach Definition der EU nicht mehr als „kleine und mittlere Unternehmen“ (KMU) eingestuft werden. Ausgenommen sind Unternehmen, die ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS nach DIN EN ISO 50001:2011) oder ein registriertes Umweltmanagementsystem (UMS nach EMAS III) bereits eingeführt haben. Schon heute werden Energieaudits in vielen Unternehmen genutzt, um systematisch Verbesserungschancen in betrieblichen Energieversorgungssystemen zu identifizieren und unter Berücksichtigung der jeweiligen Kosten wirtschaftlich sinnvoll zu erschließen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird als Hilfestellung für Unternehmen bei der Umsetzung der Auditpflicht ein Merkblatt veröffentlichen, in dem auf spezielle Fragen, z. B. der Auditpflicht bei Unternehmen mit einer Vielzahl von Filialen, eingegangen wird. Eine Hilfestellung wird auch willkommen sein, ist die Frist bis 5. Dezember für Unternehmen, die sich mit dieser Frage bisher wenig beschäftigt haben, doch eine gewaltige Herausforderung.

Das Gesetz tritt nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt voraussichtlich Ende April/Anfang Mai 2015 in Kraft.

 

 

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09.03.2015 | ÜNB bereiten sich auf Sonnenfinsternis vor

Die vier deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW bereiten sich seit Monaten auf die partielle Sonnenfinsternis am 20. März vor. An diesem Tag werden zwischen 9:30 und 12 Uhr bis zu 82 Prozent der Sonne abgedeckt sein. Ein solch hoher Bedeckungsgrad ist ein sehr seltenes Phänomen,...
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Die vier deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW bereiten sich seit Monaten auf die partielle Sonnenfinsternis am 20. März vor. An diesem Tag werden zwischen 9:30 und 12 Uhr bis zu 82 Prozent der Sonne abgedeckt sein. Ein solch hoher Bedeckungsgrad ist ein sehr seltenes Phänomen, zuletzt trat es in 2003 auf, erst 2026 wird es wieder zu einer vergleichbaren Sonnenfinsternis kommen.

 



Aufgrund des hohen Anteils an installierter Photovoltaik-Leistung (PV) in Deutschland – rund 39.000 Megawatt – sowie in Italien und Frankreich stellt die Sonnenfinsternis eine große Herausforderung an das Management des Stromnetzes in Europa dar. Je nachdem, ob der Tag sehr sonnig oder bewölkt ist, hat die Sonnenfinsternis mehr oder weniger großen Einfluss auf die PV-Einspeisung. Die Rede ist von einer Leistung, die der von 19 Großkraftwerken entspricht. Die Herausforderung für die ÜNB besteht darin, dass der an der Strombörse vermarktete PV-Strom während dieser beiden Phasen durch viele flexible Erzeugungsanlagen vollständig ausgeglichen werden muss. Auf Basis von Studien und in Zusammenarbeit z. B. mit der Bundesnetzagentur entwickelten die ÜNB Maßnahmen, um den Auswirkungen der Sonnenfinsternis auf die Netze und die Versorgungssicherheit zu begegnen, etwa mit der Beschaffung von mehr Regelenergie für die Zeit der Sonnenfinsternis, Mitarbeiterschulungen sowie Personaleinsatz.

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09.02.2015 | Ab 2015 Energieaudits für große Unternehmen ab 2015

Große Unternehmen sollen verpflichtet werden, in regelmäßigen Abständen sogenannte Energieaudits durchzuführen. Dabei werden die Energiequellen und der Energieverbrauch eines Unternehmens überprüft und bewertet. Dies sieht der von der Bundesregierung vorgelegte Entwurf eines Gesetzes zur Teilumsetzung der...
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Große Unternehmen sollen verpflichtet werden, in regelmäßigen Abständen sogenannte Energieaudits durchzuführen. Dabei werden die Energiequellen und der Energieverbrauch eines Unternehmens überprüft und bewertet. Dies sieht der von der Bundesregierung vorgelegte Entwurf eines Gesetzes zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie (18/3373) vor.

 



Die Pflicht zur Durchführung dieser Energieaudits soll einen gemeinsamen Rahmen für Maßnahmen zur Förderung von Energieeffizienz in der EU schaffen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Energieeffizienz in der EU bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gesteigert wird. Wie die Bundesregierung in der Begründung des Entwurfs schreibt, sind deutsche Unternehmen weltweit Vorreiter bei der Nutzung energieeffizienter Techniken und Lösungen, um bestehende Einsparpotenziale zu identifizieren und zu heben. „Mit der Pflicht zur Einführung von Energieaudits soll diese Entwicklung verbreitert werden.

Die Wirtschaft wird durch die Energieaudits mit Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro pro Jahr belastet. Unternehmen sind gut beraten, sich frühzeitig über das Thema zu informieren, denn laut Gesetzgeber ist eine Einführung der Energieauditierung bis zum 05.12.2015 vorgesehen. Unternehmen, welche der Forderung nicht nachkommen, müssen mit Sanktionen rechnen. Betroffen sind Unternehmen, die nach Definition der EU nicht mehr als „kleine und mittlere Unternehmen“ (KMU) eingestuft werden.

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19.01.2015 | Gabriel ruft Bayern zur Ordnung – „Energie-Agenda 2030“ in Vorbereitung

Der Bild am Sonntag vom 4. Januar 2015 sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, er plane einen umfassenden Umbau des Energiesektors nach dem Vorbild der Sozialreformen, die unter dem Begriff Agenda 2010 bekannt sind. Es seien die hohen Energiekosten, die vor allem energieintensiven Unternehmen das Leben in Deutschland...
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Der Bild am Sonntag vom 4. Januar 2015 sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, er plane einen umfassenden Umbau des Energiesektors nach dem Vorbild der Sozialreformen, die unter dem Begriff Agenda 2010 bekannt sind. Es seien die hohen Energiekosten, die vor allem energieintensiven Unternehmen das Leben in Deutschland schwer machten. Die dahinter stehenden hunderttausende von Arbeitsplätzen will er nach Zeitungsangaben mit einer "Energie-Agenda 2030" sichern.

Den Blick richtet er ausdrücklich auch nach Bayern, wo zwei geplante Stromtrassen nach Süden derzeit von der CSU blockiert werden. Der Minister hält eine Zweiteilung Deutschlands bei den Strompreisen für nicht unwahrscheinlich, falls Bayern sich im Januar nicht für die neuen Trassen entscheidet. Dann würde es im Norden eine preiswerte Preiszone geben und im Süden eine teurere.

 

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08.12.2014 | Absage an Gabriels Einsparungsvorstellungen

Es geht rund: Ende November waren Pläne von Bundeswirtschaftsminister Gabriels publik geworden, wie er die Energiekonzerne zur CO2-Minderung in Deutschland in die Pflicht nehmen will. Dies hält er für nötig, um die angepeilte Einsparung von 40 Prozent CO2 bis 2020 zu erreichen. Wie die Einsparungen im Kraftwerksbereich (eine Höhe...
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Es geht rund: Ende November waren Pläne von Bundeswirtschaftsminister Gabriels publik geworden, wie er die Energiekonzerne zur CO2-Minderung in Deutschland in die Pflicht nehmen will. Dies hält er für nötig, um die angepeilte Einsparung von 40 Prozent CO2 bis 2020 zu erreichen. Wie die Einsparungen im Kraftwerksbereich (eine Höhe von jährlich 4,4 Millionen Tonnen CO2 bis 2020 steht im Raum) erzielt werden könnten, sollten die Unternehmen dabei selbst entscheiden.

Die Energiebranche ist nicht begeistert. Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nach einem Gespräch im Bundeswirtschaftsministerium am 24. November mitteilte, stehe sie zwar für weitere Gespräche zur Verfügung, sie habe aber deutlich gemacht, dass die gegenwärtig äußerst schwierige Lage im deutschen Kraftwerkspark ohne den notwendigen Gesamtrahmen keinen Spielraum für weitere einseitige Vorleistungen der Kraftwerksbetreiber zulasse. Ein Dialog über weitere Maßnahmen müsse daher eingebettet werden in die zukünftigen Perspektiven des Strommarktes und die zukünftige Ausgestaltung des Gesetzes zur Regelung der effizienzsteigernden und klimafreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

Im Handelsblatt vom 26. November wird auch die Frage möglicher Entschädigungszahlungen thematisiert, wenn der Bundeswirtschaftsminister eine gesetzliche CO2-Minderungsregelung auf den Weg bringen sollte. Bekanntlich haben einige Kraftwerksbetreiber zu kämpfen (lesen Sie dazu auch unseren Artikel zu EnBW), die Abschaltung hochmoderner Gaskraftwerke geht regelmäßig durch die Presse.

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10.11.2014 | Alle Strom-Umlagen für 2015 auf einen Blick

Nach der mit Spannung erwarteten Bekanntgabe der neuen EEG-Umlage für 2015, die um 1,1 Prozent geringfügig gegenüber dem Vorjahr sinkt, tröpfelten nach und nach auch die Informationen über die Höhe der sonstigen Umlagen fürs nächste Jahr ein.

Neben der EEG-Umlage werden auch die Abschalt- und vor allem die Offshore-Haftungsumlage...
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Nach der mit Spannung erwarteten Bekanntgabe der neuen EEG-Umlage für 2015, die um 1,1 Prozent geringfügig gegenüber dem Vorjahr sinkt, tröpfelten nach und nach auch die Informationen über die Höhe der sonstigen Umlagen fürs nächste Jahr ein.

Neben der EEG-Umlage werden auch die Abschalt- und vor allem die Offshore-Haftungsumlage den Strompreis im Kleinverbrauchersegment leicht entlasten. Die Offshore-Haftungsumlage verändert sich von bisher 0,250 ct/kWh auf -0,051 ct/kWh (negativ!), wie die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) mitteilten. Diese Umlage wurde 2012 als Aufschlag von 0,25 ct/kWh auf die Netzentgelte festgelegt und sollte Entschädigungszahlungen auffangen, die die Netzbetreiber aufbringen müssen, wenn der Anschluss eines Offshore-Windparks nicht rechtzeitig fertig wird. Da in den beiden Jahren 2013 und 2014 die Einnahmen die Entschädigungszahlungen überstiegen, erfolgt für 2015 eine Entlastung.

 



Die Umlage für abschaltbare Lasten sinkt ebenfalls, hier schlagen nun 0,006 statt zuvor  0,009 ct/kWh zu Buche. Diese Umlage finanziert Auktionen, in denen größere Stromabnehmer ihren Verbrauch als abschaltbare Last anbieten.

Der KWK-Aufschlag fällt in 2015 eher unangenehm auf. Hier haben die ÜNB den Aufschlag, den Endverbraucher bis zu einer Abnahmemenge von 100.000 kWh Strom im Jahr 2015 zahlen müssen, auf 0,254 ct/kWh (Vorjahr: 0,178 ct/kWh) berechnet. Für darüber liegende Verbräuche der Letztverbrauchskategorien B fallen künftig 0,051 ct/kWh (Vorjahr: 0,055 ct/kWh) an. Für die Verbrauchsmengen der Letztverbrauchergruppe C (stromintensive Unternehmen) sind wiederum 0,025 ct/kWh zu zahlen.

Kräftig aufschlagen wird die §-19-StromNEV-Umlage aufgrund steigender Kosten infolge entgangener Erlöse aus individuellen Netzentgelten. Die Umlage steigt in 2015 von bislang 0,092 Cent/kWh um mehr als das Doppelte auf satte 0,227 Cent/kWh auf die ersten 100.000 kWh Jahresverbrauch. In der Letztverbrauchergruppe A+ (bzw. A++) mit Abnahmemengen pro Verbrauchsstelle über 100.000 bis 1 Mio. kWh sind nur noch 0,227 ct/kWh anstatt bisher 0,482 ct/kWh (bzw. 0,532 ct/kWh) zu zahlen. Stromabnahmen über 1 Mio. kWh erfahren dieselbe Belastung wie bisher.

Die Steigerung resultiert aus der Rückabwicklung der vollständigen Netzentgeltbefreiung für die stromintensive Industrie, die sich in 2014 in einem Sinken der Umlage äußerten. Der § 19 besagt, dass Stromnetzbetreiber Unternehmen mit einem besonders hohen Verbrauch reduzierte Nutzungsentgelte anbieten müssen. Die dadurch entgangenen Einnahmen werden auf alle Netzbetreiber und somit auf die Kunden umgelegt.

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) kritisiert, dass laut einer aktuellen Stichprobe des Energieanbieters Lichtblick unter 33 Betreibern die Netzentgelte im kommenden Jahr um durchschnittlich 3,5 Prozent, in einigen Gebieten sogar um 19 Prozent steigen – mittlerweile machten die Abgaben für die Netznutzung fast ein Viertel des Strompreises aus. Lesen Sie dazu auch unseren folgenden Beitrag.

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15.10.2014 | EEG-Umlage 2015 – Nur ein Prozent Senkung

Lange wurde gerätselt, ob sich aus Sicht der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) die positiven Einflussfaktoren bei der Festlegung der neuen EEG-Umlage durchsetzen können würden – soeben erreichte uns die Bestätigung: Die ÜNB legen sie für 2015 in Höhe von 6,170 ct pro kWh Strom fest. Mit diesen Berechnungen liegt man allerdings nicht...
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Lange wurde gerätselt, ob sich aus Sicht der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) die positiven Einflussfaktoren bei der Festlegung der neuen EEG-Umlage durchsetzen können würden – soeben erreichte uns die Bestätigung: Die ÜNB legen sie für 2015 in Höhe von 6,170 ct pro kWh Strom fest. Mit diesen Berechnungen liegt man allerdings nicht immer richtig, 2014 etwa war die Umlage zu hoch angesetzt, weil sich manches anders entwickelte als gedacht. Daher ist sie dieses Jahr eben niedriger – zum ersten Mal seit Einführung der ungeliebten Abgabe.

 


Das hatten sich die Marktexperten schon gedacht. Darauf hingedeutet hatte bereits der zuletzt erfreuliche Stand des EEG-Umlagekontos, der für die Festsetzung stark ausschlaggebend ist. Aber auch weitere Faktoren spielen eine Rolle, so etwa, in welchem Umfang Unternehmen eine Entlastung bekommen (auf alle anderen wird die Umlage ja verteilt) und wie sich die Börsenstrompreise, aber auch der Verbrauch an sich entwickeln.

Es ist damit zu rechnen, dass die EEG-Umlage in den nächsten Jahren wieder steigt – der Einmaleffekt eines zur Abwechslung ordentlich im Haben stehenden Umlagekontos dürfte sich logischerweise nicht wiederholen. Aus unserer Sicht ist die Abgabe allerdings immer noch viel zu hoch. Wir alle kommen nicht darum herum, weiter an der Energiekostenreduktion zu arbeiten.

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13.10.2014 | Ab 2018 droht eine Versorgungslücke in Süddeutschland

Am 14. September veröffentlichte das baden-württembergische Umweltministerium die aufsehenerregenden Ergebnisse einer "Kurzstudie zur Kapazitätsentwicklung in Süddeutschland bis 2025 unter Berücksichtigung der Situation in Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten".

Die isolierte Betrachtung Süddeutschlands zeigt unter den...
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Am 14. September veröffentlichte das baden-württembergische Umweltministerium die aufsehenerregenden Ergebnisse einer "Kurzstudie zur Kapazitätsentwicklung in Süddeutschland bis 2025 unter Berücksichtigung der Situation in Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten".

Die isolierte Betrachtung Süddeutschlands zeigt unter den getroffenen Annahmen das Auftreten eines Leistungsdefizits zwischen 2016 (pessimistisches Szenario) und 2018 (optimistisches Szenario). Aufgrund der Netzreserve sei die Situation allerdings mindestens bis 2018 beherrschbar. Es besteht über die Mechanismen der Reservekraftwerksverordnung hinaus ein gesicherter Leistungsüberschuss in Norddeutschland, der das Auftreten des süddeutschen Defizits um weitere Jahre hinauszögern kann. Im pessimistischen Fall müsse jedoch mit einer kritischen Versorgungslage ab dem Jahr 2018 in Süddeutschland gerechnet werden.

 



Da selbst der norddeutsche Leistungsüberschuss ab 2018 (pessimistisch) bzw. 2022 (optimistisch) nicht mehr ausreiche, um das süddeutsche Leistungsdefizit zu decken, könnte es somit selbst für Gesamtdeutschland ab dem Jahr 2018 in Deutschland zu Versorgungsengpässen kommen, die entsprechender Maßnahmen bedürften (z.B. gesicherter Import aus den Nachbarländern, Kaltreserve, Demand Side Management, Retrofit oder Neubau von Kraftwerken). Gewisse Kriterien wurden bei der Studie nicht einbezogen, so sind eventuelle Importbedarfe der Nachbarländer zur jeweiligen Spitzenlaststunde nicht abgebildet, was die Situation weiter verschärfen könnte.

Die europäische Betrachtung für Deutschland, seiner direkten Nachbarn sowie Norwegen, Schweden und Italien zeigt bei pessimistischen Annahmen zwischen 2017 und 2021 erstmalig eine negative Leistungsbilanz. In der optimistischen Annahme ist dies zwischen 2023 und 2027 zu erwarten. Da in der europäischen Betrachtung keinerlei Netzrestriktionen berücksichtigt sind, sei davon auszugehen, dass Engpässe in Leistungsbilanzen einzelner Länder aufgrund eines eingeschränkten Austauschs zwischen den Ländern tendenziell früher zu erwarten sind.

Darauf deutet auch das Beispiel Belgien hin. Hier drohen Medienberichten zufolge schon in diesem Winter wegen längerfristig still­stehender Anlagen aufgrund festgestellter Schäden Stromengpässe, die nicht mehr aufzufangen seien. Für den Fall, dass Stromimporte aus dem Ausland sowie die gebildete belgische Winterreserve nicht mehr reichten, müssten kontrollierte Stromabschaltungen erfolgen.

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15.09.2014 | EEG-Umlage 2015 tendiert nach unten

Die immer weiter steigenden Strompreise verdanken wir neben weiteren Einflussfaktoren auch der Ökostrom-Umlage, die mittlerweile von ca. zwei ct/kWh im Jahr 2010 auf 6,24 ct/kWh in 2014 angestiegen ist. Am 15. Oktober werden die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) die Höhe der Abgabe für 2015 verkünden. Und es könnte sein, dass die...
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Die immer weiter steigenden Strompreise verdanken wir neben weiteren Einflussfaktoren auch der Ökostrom-Umlage, die mittlerweile von ca. zwei ct/kWh im Jahr 2010 auf 6,24 ct/kWh in 2014 angestiegen ist. Am 15. Oktober werden die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) die Höhe der Abgabe für 2015 verkünden. Und es könnte sein, dass die Umlage zum ersten Mal seit ihrem Bestehen sinken wird.

 

Denn schon seit Monaten weist das EEG-Umlagekonto, auf dem sich Einnahmen und Ausgaben der Förderung erneuerbarer Energien gegenüberstehen, ein milliardenschweres Plus aus. Normalerweise ist es um diese Jahreszeit mit ihrem Sonnenreichtum immer deutlich im Minus gewesen. An diesem Kontostand orientiert sich aber die künftige EEG-Umlage, und so könnte diese nun sinken. Auf der anderen Seite halten Medienberichten zufolge die ÜNB den positiven Saldo aber für einen Einmaleffekt aus der Verschiebung von Zahlungen vom August in den September aufgrund der EEG-Novellierung. Es bleibt abzuwarten, wie die ÜNB mit dieser Situation umgehen.

Experten vom Saarbrücker Energieinstitut Izes sind gemäß ihrer von den Grünen in Auftrag gegebenen Studie der Meinung, die Abgabe für 2014 könnte um bis zu 0,25 ct/kWh niedriger ausfallen. Dies entspräche einem Wert von 5,9 bis 6,0 ct/kWh. Die Izes-Forscher halten diese Entwicklung aber nicht für einen dauerhaften Trend. Man geht davon aus, dass die kommende EEG-Umlage nicht etwa wegen der EEG-Novelle, sondern aufgrund von Effekten aus den vorangegangenen EEG-Umlagen zunächst absinkt, bevor sie dann langsam wieder ansteigt. Impulsen aus der EEG-Novellierung messen die Experten jedenfalls keine durchschlagende Wirkung bei.

Noch härter formuliert es der stv. Grünen-Fraktionsvorsitzende Oliver Krischer. Kläglich gescheitert sei Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit seinem Ziel, bei der Novellierung des EEG die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu senken und die Stromkunden zu entlasten. Krischer hält die EEG-Novelle für einen großen Unsicherheitsfaktor für die weitere Entwicklung der EEG-Umlage: Der Ausbau werde gedeckelt, eine Sonnensteuer eingeführt und Unternehmen, die keinesfalls besonders energie- und außenhandelsintensiv seien, würden privilegiert.

 

 

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08.08.2014 | EU-Kommission stimmt EEG-Novelle zu

Die Europäische Kommission hat keine Einwände mehr zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und sieht es mit dem EU-Beihilferecht in Einklang. Da das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren bereits abgeschlossen ist, traten die Regelungen zum 1. August 2014 wie geplant in Kraft.

 

Laut Bundesregierung erklärte der...
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Die Europäische Kommission hat keine Einwände mehr zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und sieht es mit dem EU-Beihilferecht in Einklang. Da das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren bereits abgeschlossen ist, traten die Regelungen zum 1. August 2014 wie geplant in Kraft.

 

Laut Bundesregierung erklärte der Vizepräsident der Kommission, Joaquín Almunia, das EEG 2014 fördere die Marktintegration erneuerbarer Energien. Mittelfristig sollten dadurch die Kosten für die Verbraucher sinken. Außerdem sei die allmähliche Öffnung der Ausschreibungen für Betreiber aus anderen Mitgliedstaaten eine sehr gute Entwicklung für den Energie-Binnenmarkt.

 

 


Um das Ziel zu erreichen, dass im Jahr 2025 40 bis 45 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen (heute sind es rund 25 Prozent), wurden Ausbaukorridore festgelegt. Dabei konzentriert sich der Ausbau auf die kostengünstigen Technologien. Bei der Solarenergie wird ein jährlicher Zubau von 2.500 MW (brutto) angestrebt, bei der Windenergie an Land ein jährlicher Zubau von 2.500 MW (netto), bei der Windenergie auf See sollen 6.500 MW bis 2020 und 15.000 MW bis 2030 installiert werden und bei der Biomasse wird wegen der hohen Kosten ein jährlicher Zubau von rund 100 MW (brutto) angestrebt.

Besondere Ausgleichsregelung für die Industrie

Mit dem neuen EEG ist die Belastung für die energieintensive Industrie in etwa gleichgeblieben. Die "Besondere Ausgleichsregelung" (BesAR), durch die stromintensive Unternehmen nur eine reduzierte EEG-Umlage zahlen müssen, wurde überarbeitet und an geltendes EU-Recht angepasst. Künftig gilt die Ausnahmeregelung nur für stromintensive Unternehmen aus Branchen, die durch ein bestimmtes Maß an Strom- und Handelsintensität gekennzeichnet sind. Welche Unternehmen hiermit gemeint sind, ist den Branchenlisten 1 und 2 der Anlage 4 zum EEG 2014 zu entnehmen. Hierdurch wird die Ausnahmeregelung auf Unternehmen und Branchen beschränkt, die in einem harten internationalen Wettbewerb stehen.

Die begünstigten Unternehmen zahlen für die erste Gigawattstunde die EEG-Umlage in voller Höhe und für den darüber hinaus von ihnen verbrauchten Strom grundsätzlich 15 Prozent der EEG-Umlage. Diese Belastung wird jedoch auf maximal vier Prozent der Bruttowertschöpfung (BWS) des jeweiligen Unternehmens begrenzt bzw. für Unternehmen mit einer Stromkostenintensität von mindestens 20 Prozent auf maximal 0,5 Prozent (sog. "Cap" bzw. "Super-Cap" der Umwelt- und Energiebeihilfeleitlinien).

Unternehmen, die im letzten Jahr einen erfolgreichen Antrag gestellt haben und auch in diesem Jahr ein begünstigungsfähiges Verhältnis der Stromkosten zur BWS erreichen, kommen weiterhin in den Genuss einer – wenn auch etwas geringeren – Reduzierung der EEG-Umlage (in diesem Fall unabhängig von der Wirtschaftszweignummer). Damit ist sichergestellt, dass diese Unternehmen Schritt für Schritt an die steigende Belastung durch die EEG-Umlage herangeführt werden. Diese Übergangsregelung für Firmen, die bereits im letzten Jahr einen erfolgreichen Antrag auf Reduzierung der EEG-Umlage gestellt hatten, gilt bis maximal 2019.

Eigenversorgung

Für Strom aus neuen Erneuerbare-Energien-Anlagen oder neuen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, der im Zeitraum 08.2014 bis 12.2015 bzw. 01.2016 bis 12.2016 verbraucht wird, müssen stufenweise 30 bzw. 35 Prozent der Umlage bezahlt werden. Für Strom, der ab dem 01.01.2017 verbraucht wird, muss eine auf 40 Prozent reduzierte EEG-Umlage gezahlt werden. Bei kleineren Anlagen mit einer installierten Leistung von höchstens zehn Kilowatt werden die ersten zehn Megawattstunden im Jahr, die selbst verbraucht werden, nicht mit der EEG-Umlage belastet. Für bereits bestehende Eigenversorgungsanlagen wird die Rechtslage nicht geändert (Bestandsschutz). Dies bedeutet, dass Anlagen, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes am 1. August 2014 zur Eigenversorgung im Sinne des EEG 2012 genutzt wurden, weiterhin von der EEG-Umlage befreit sind. Schließlich gelten auch Stromerzeugungsanlagen als Bestandsanlagen, die bereits vor dem 23. Januar 2014 nach Bundesrecht genehmigt wurden und vor dem 1. Januar 2015 erstmalig zur Eigenversorgung genutzt werden. Auch diese werden in der Regel nach dem EEG 2012 von der EEG-Umlage befreit. Für Strom aus konventionellen Anlagen fällt hingegen die volle Umlage an.

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14.07.2014 | EEG-Reform: Brüssel grätscht erneut dazwischen

Am 27. Juni wurde im Bundestag die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen. Vorausgegangen war ein schier unglaubliches Hin und Her. Wer die Eckpunkte der Novelle in trockenen Tüchern wähnte, wurde eines Besseren belehrt, denn aus Brüssel kamen in letzter Sekunde erhebliche Änderungswünsche auf den Tisch. Im Zentrum...
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Am 27. Juni wurde im Bundestag die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen. Vorausgegangen war ein schier unglaubliches Hin und Her. Wer die Eckpunkte der Novelle in trockenen Tüchern wähnte, wurde eines Besseren belehrt, denn aus Brüssel kamen in letzter Sekunde erhebliche Änderungswünsche auf den Tisch. Im Zentrum der Kritik der EU-Kommission steht zum ersten, dass ausländische Stromanbieter durch das deutsche Fördersystem benachteiligt sein könnten – Anbieter aus dem Ausland sollten von der EEG-Umlage befreit und Ökostromimporte in die Förderung einbezogen werden. Ein sehr heikler Punkt, denn er beeinflusst die Möglichkeit der Rabatte für die Industrie (die Rede ist von 5 Mrd. Euro, von denen die Industrie per Besonderer Ausgleichsregelung entlastet wird), aus Brüssel verursachte Verzögerungen könnten eine rechtzeitige Stellung von Anträgen verhindern und viele Arbeitsplätze kosten. Mittlerweile liegt jedoch ein Grundsatz-Urteil des EuGH vor, das am 1. Juli bestätigte, dass nationale Fördersysteme nicht für ausländischen Ökostrom geöffnet werden müssen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geht nun davon aus, dass der beihilferechtlichen Genehmigung des EEG jetzt nichts mehr im Wege steht.

Zum zweiten monierte Brüssel, dass gemäß Reformentwurf der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom in Bestandsanlagen von der EEG-Umlage (teilweise) zu verschonen sein sollte und dass ein Unterschied zwischen privaten und industriellen Nutzungen gemacht wurde. Hier wurde die Bundesregierung gezwungen, Lastminute-Nachbesserungen vorzunehmen, die EU-Genehmigung der o.g. Verschonung gilt nun auch nur bis Ende 2016. Dies schafft natürlich zum großen Ärger unserer Regierung erhebliche Unsicherheiten bei Investitionsentscheidungen.

Um den engen Zeitplan einhalten zu können – die Reform soll ja am 1. August schon in Kraft treten – unternahm die Bundesregierung jede Anstrengung, um die benötigten Nachbesserungen durchzudrücken. Dies führte zu einigen Pannen, eine davon überaus peinlich: Durch einen Fehler im verabschiedeten Gesetzestext würden Bioenergieanlagen-Betreiber schlechter gestellt als vorgesehen – der Fehler muss nun nicht einmal eine Woche nach der Verabschiedung der Novelle durch ein Korrekturgesetz behoben werden,  laut dem Fraktionsvize der Grünen Oliver Krischer ein einmaliger Vorgang,  nicht ohne Häme merkte er an, "dass das Durchpeitschen des EEGs durch die Koalition in der letzten Woche zu massiven handwerklichen Fehlern geführt hat."


Ins gleiche Horn stößt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der von einer "Zumutung für alle Beteiligten“ spricht – innerhalb von drei Tagen seien Milliarden bewegt worden, ohne adäquate Beteiligung des Parlaments und der Betroffenen. Ein Nachspiel ist nicht ausgeschlossen, der BDEW will wissen, wer dafür verantwortlich ist, dass 

es nach monatelangen Verhandlungen zwischen Berlin und Brüssel zu diesem "Kommunikationsengp

ass“ kommen konnte. Am 11. Juli ging die Novelle noch durch den Bundesrat, nun könnte sie planmäßig Anfang August in Kraft treten.

 

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02.06.2014 | Deutschland zahlt OECD-weit die zweithöchsten Strompreise

Im Standortvergleich der Industrieländer hat Deutschland den zweithöchsten Strompreis für Verbraucher und Gewerbe. Mit durchschnittlich 26,36 Cent/kWh wird Deutschland in der OECD nur noch von Dänemark (29,83 Cent/kWh) übertroffen. Hier muss damit etwa doppelt so viel für den Strom gezahlt werden wie im benachbarten Frankreich...
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Im Standortvergleich der Industrieländer hat Deutschland den zweithöchsten Strompreis für Verbraucher und Gewerbe. Mit durchschnittlich 26,36 Cent/kWh wird Deutschland in der OECD nur noch von Dänemark (29,83 Cent/kWh) übertroffen. Hier muss damit etwa doppelt so viel für den Strom gezahlt werden wie im benachbarten Frankreich (13,63 Cent/kWh) und fast dreimal so viel wie in den USA (9,25 Cent/kWh). Dies zeigt die mittlerweile dritte Auflage der Studie "BDO International Business Compass (IBC)" der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI).

 


Der besonders starke Anstieg der Strompreise in Deutschland sei hauptsächlich auf Deutschlands Umstieg auf erneuerbare Energieträger zurückzuführen. Als preistreibend werden insbesondere die EEG-Umlage sowie der mit der Energiewende einhergehende Investitionsbedarf im Bereich des Stromnetzausbaus genannt. Der überwiegende Teil der deutschen Betriebe käme gar nicht in den Genuss vergünstigter Industriestromtarife, sondern zahle ebenfalls den Verbrauchertarif. Besonders für viele mittelständische Unternehmen bedeuteten diese Strompreise einen erheblichen Standortnachteil gegenüber den Nachbarländern.

Auch die deutsche Industrie zahlt im OECD-Vergleich hohe Strompreise. Zwischen 2002 und 2012 stiegen die Preise für Industriekunden um 124,9 Prozent. Damit steht Deutschland mit durchschnittlich 11,57 Cent/kWh heute auf Platz sechs der 27 untersuchten OECD-Länder. Standorte wie Norwegen oder die USA bieten dagegen mit Industrietarifen von 3,58 beziehungsweise 5,21 Cent/kWh deutlich günstigere Bedingungen für ihre heimische Industrie.

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12.05.2014 | Umsatzsteuer aus EEG-Umlage gestiegen

Medienberichten zufolge hat das Bundesfinanzministerium auf eine Anfrage der Linken im Bundestag geantwortet, dass die Umsatzsteuer auf die gestiegene EEG-Umlage in 2013 dem Bund Einnahmen in Höhe von 1,35 Mrd. Euro eingebracht hätte. Für dieses Jahr gehe die Bundesregierung von sogar 1,61 Mrd. Euro aus. Das Ministerium...
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Medienberichten zufolge hat das Bundesfinanzministerium auf eine Anfrage der Linken im Bundestag geantwortet, dass die Umsatzsteuer auf die gestiegene EEG-Umlage in 2013 dem Bund Einnahmen in Höhe von 1,35 Mrd. Euro eingebracht hätte. Für dieses Jahr gehe die Bundesregierung von sogar 1,61 Mrd. Euro aus. Das Ministerium informierte gleichzeitig, dass diese Volumina nicht mit einer Mehreinnahme gleichzusetzen seien. Da Haushalte über ein begrenztes Einkommen verfügen, werden Mehrausgaben an der einen Stelle i.d.R. durch Minderausgaben an einer anderen Stelle kompensiert.

 

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14.04.2014 | EEG Reform: auf dem Weg zum Gesetz

Die Bundesregierung hat sich auf das Ziel verständigt, die geplante Reform rasch umzusetzen. In etwas mehr als einem halben Jahr soll die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) das gesamte Gesetzgebungsverfahren durchlaufen und schließlich am 1. August 2014 in Kraft treten. Das Bundeskabinett beschloss am 8. April den...
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Die Bundesregierung hat sich auf das Ziel verständigt, die geplante Reform rasch umzusetzen. In etwas mehr als einem halben Jahr soll die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) das gesamte Gesetzgebungsverfahren durchlaufen und schließlich am 1. August 2014 in Kraft treten. Das Bundeskabinett beschloss am 8. April den Referentenentwurf, der im Mai und Juni im Bundesrat und dann im Bundestag beraten wird. Die Abstimmung im Bundestag soll dann Ende Juni stattfinden.

 

Beim gemeinsamen Energiegespräch am 1. April 2014 von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und den 16 Ministerpräsidenten der Länder in Berlin hatten sich Bund und Länder auf Maßnahmen bei der EEG-Reform geeinigt. Ihr Ziel: die Kostendynamik bei den Strompreisen zu bremsen und zugleich einen verlässlichen Ausbaupfad für die erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Einigung wurde unter anderem in den zentralen Punkten Eigenstromversorgung sowie der Förderung von On- und Offshore-Windenergie und Bioenergie erzielt, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.

 

Minister Gabriel dankte den Ländern dafür, "dass wir uns absolut darüber einig sind, dass wir in den Beratungen mit Brüssel erreichen müssen, dass die energieintensive Industrie in Deutschland von der Umlage des EEG weiterhin in einer Weise befreit werden muss, die sie nicht in dramatische Wettbewerbsprobleme bringt." Dies gelte auch für den Bereich des Eigenstroms, wo man die Bestandsanlagen sowie Erweiterungsinvestitionen für bestehende Anlagen von der EEG-Umlage ausnehmen will.

 

So soll im Bereich derjenigen, die neue Anlagen zur Eigenstromversorgung nutzen, eine deutliche Differenzierung vorgenommen werden, und zwar hinsichtlich der Höhe der Umlage von Kraft-Wärme-Kopplung und Fotovoltaik auf der einen Seite und nicht erneuerbarer und nicht Kraft-Wärme-gekoppelter Stromversorgung auf der anderen Seite. Außerdem hat man sich auf das von den Ländern vorgeschlagene Referenzertragsmodell verständigt. Es habe keinerlei Auswirkungen auf die Höhe der EEG-Umlage, sagte Gabriel – es verändere nur die Kurve etwas zugunsten der weiter im Landesinneren gelegenen Standorte.

 

Von der bisherigen Bruttoberechnung beim Ausbaupfad für Onshore-Windenergie in Höhe von 2,5 Gigawatt wollen Bund und Länder auf eine Nettoberechnung übergehen. Ferner wurde beschlossen sicherzustellen, dass es bei Offshore-Windenergie auch tatsächlich zu den verabredeten 6,5 Gigawatt (GW) an Offshore-Windenergieleistung im Jahr 2020 kommt. Dazu sollen auch Netzanschlusskapazitäten, die über die 6,5 GW hinausgehen, in einer Größenordnung bis zu weiteren 1,2 GW genehmigt werden, weil man weiß, "dass viele bislang angemeldete Projekte keine sehr hohe Realisierungschance haben", so Gabriel. In dem vorgesehenen Stauchungsmodell für Offshore-Windenergie wird die vorgesehene Degression – 2018 1 Cent weniger, 2019 1 Cent weniger –, halbiert.

 

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10.03.2014 | Strom- und Gasrechnungen sind nicht kundenfreundlich und intransparent

Kundenfreundlichkeit und Transparenz bei Strom- und Gasrechnungen sind weiterhin bei den deutschen Energieanbietern nicht vorzufinden – wie das nach eigenen Angaben unabhängige Deutsche Institut für Energietransparenz (DIFET) mitteilte, lag die Note dafür auch im Jahr 2012 bei nur befriedigend (3,2). Die Unzufriedenheit der Kunden...
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Kundenfreundlichkeit und Transparenz bei Strom- und Gasrechnungen sind weiterhin bei den deutschen Energieanbietern nicht vorzufinden – wie das nach eigenen Angaben unabhängige Deutsche Institut für Energietransparenz (DIFET) mitteilte, lag die Note dafür auch im Jahr 2012 bei nur befriedigend (3,2). Die Unzufriedenheit der Kunden mit der Aufmachung und der (Un­)Verständlichkeit der Rechnungen seien dafür ausschlaggebend gewesen. Dabei sei die Strom‐ und Gasrechnung nicht nur für die Energieanbieter und ­-verbraucher, sondern auch für die Bundesregierung von Bedeutung, die energetischen Informationen auf der Rechnung sollen bis 2020 zu bis zu fünf Prozent weniger Verbrauch führen. Dargestellte Vergleiche des aktuellen Verbrauchs zum Vorjahresverbrauch oder zu ähnlichen Verbrauchsgruppen sollen die Energieverbraucher zum sparsamen und bewussten Energieverbrauch bewegen.

Bei den Rechnungen werden anscheinend immer die gleichen Fehler gemacht. So enthielten 78 Prozent der untersuchten Rechnungen „unsympathische Angaben“, 72 Prozent der Rechnungen sind „ohne eindeutigen / persönlichen Kontakt“, bei 66 Prozent wurden „zu bürokratische / zu amtliche Sätze und Ausdrücke“ gefunden. Bei den detaillierten Verbrauchs- und Betragsermittlungen liegen die meisten Fehler in der Darstellung: 84 Prozent „zu technokratisierte Darstellung“, 72 Prozent „keine klaren Überschriften oder Darstellungserklärungen“ und 58 Prozent fanden die „genutzten Abkürzungen unverständlich“.

Eigentlich hätten die Energieanbieter die Chance nutzen können, die sich aufgrund gesetzlicher Neuerungen bei der Rechnungserstellung ergeben haben und ihre ganze Rechnung neu aufbauen können. Dies war aber wohl meist nicht der Fall. Die Strom­ und Gasrechnung umfasst mittlerweile 6­7 Seiten, sodass auch dazu gewillte Bürger nach der vierten Seite mit dem Lesen aussteigen, moniert das DIFET.

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10.02.2014 | EEG-Reformpläne: Anteil erneuerbarer Energien soll bis 2025 auf 40 bis 45 Prozent steigen, Eigenstromprivilegien fallen

Ökostrom soll künftig über die kostengünstigsten Technologien ausgebaut werden. Überförderungen und Ausnahmen werden reduziert, die Integration der Erneuerbaren Energien in den Strommarkt beschleunigt – so lauten die Eckpunkte zur EEG-Reform, die im Bundeskabinett am 22. Januar beschlossen wurden. Damit hat sich...
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Ökostrom soll künftig über die kostengünstigsten Technologien ausgebaut werden. Überförderungen und Ausnahmen werden reduziert, die Integration der Erneuerbaren Energien in den Strommarkt beschleunigt – so lauten die Eckpunkte zur EEG-Reform, die im Bundeskabinett am 22. Januar beschlossen wurden. Damit hat sich Bundeswirtschaftsminister und Energiewendenmanager Sigmar Gabriel in vielen Punkten durchsetzen können, aber insbesondere in der Wirtschaft nicht nur Begeisterung geerntet.

Im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung vereinbart, die schnelle und grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) voranzutreiben. Bis Ostern will die Regierung einen Gesetzentwurf beschließen. Das Gesetz soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause 2014 verabschiedet werden und zum 1. August 2014 in Kraft treten.
 


Die Kernaussagen auf einen Blick

Ausbaukorridor
: Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung soll bis 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent steigen. Gleichzeitig will man Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit für Bürger und Wirtschaft sicherstellen. Die EEG-Reform soll europarechtskonform ausfallen und das EEG deutlich vereinfachen.

Direktvermarktung: Neue Erneuerbare-Energien-Anlagen müssen künftig ihren Strom direkt vermarkten.

Förderung: Überförderungen werden abgebaut, Vergütungen abgesenkt und Boni gestrichen. Der Umstieg der Förderung auf Ausschreibungen wird vorbereitet.

Ausnahmen: Ganze oder teilweise Befreiungen von der EEG-Umlage will die Bundesregierung auf energieintensive Unternehmen im internationalen Wettbewerb beschränken.

Medienberichten zufolge soll das Eigenstromprivileg für neue Anlagen und zum Entsetzen der betroffenen Besitzer auch für bestehende Anlagen kippen, ob die Solaranlage auf dem Dach des Privatanwesens oder das eigene Kraftwerk eines Industriebetriebs. Nur Kleinanlagen bleiben ausgenommen. Die Eigenstromerzeugung aus neuen Anlagen soll demzufolge mit 90 Prozent der EEG-Umlage belastet  werden – bzw. mit 70 Prozent, falls es sich um KWK-Anlagen oder Erneuerbare-Energien-Anlagen handelt. Auch Altanlagen sind betroffen, ihre Begünstigung wird auf dem Niveau der EEG-Umlage von 2013 zementiert. Anstiege der Umlage ab inklusive 2014 würden dann also bereits greifen.

Der VIK, Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden, rechnet aus, dass neue Kraftwerke zur Eigenstromerzeugung, die i.d.R. hoch effizient im KWK-Prozess Strom und Wärme produzieren oder bei der Produktion anfallende Kuppelgase verstromen, danach zukünftig 70 Prozent der aktuellen EEG-Umlage tragen müssten.

Damit würde der Strompreis sofort um über 40 Euro/MWh steigen und jede Wirtschaftlichkeitsrechnung zunichtemachen; selbst bestehende Anlagen würden mit rund 10 Euro/MWh zusätzlichen Kosten belegt und damit unattraktiv, so der VIK.

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20.01.2014 | Emissionsminderungsziele 2012 erreicht –Steuererstattungen steht nichts mehr im Wege

Alle Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die für 2012 Steuervergünstigungen bzw. den Spitzenausgleich beantragt hatten, dürfen sich freuen: Die Bundesregierung hat zwischenzeitlich mitgeteilt, dass die Emissionsminderungsziele 2012 erreicht worden sind. Da die Hauptzollämter bislang nur 80 Prozent der Rückerstattungsbeträge...
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Alle Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die für 2012 Steuervergünstigungen bzw. den Spitzenausgleich beantragt hatten, dürfen sich freuen: Die Bundesregierung hat zwischenzeitlich mitgeteilt, dass die Emissionsminderungsziele 2012 erreicht worden sind. Da die Hauptzollämter bislang nur 80 Prozent der Rückerstattungsbeträge aus den entrichteten Strom- und Energiesteuern an die Unternehmen ausgezahlt haben, können nun auch die restlichen 20 Prozent der Rückerstattung gewährt werden. Die Mitteilung der Bundesregierung ist die Voraussetzung für die restliche Erstattung gemäß § 10 Stromsteuergesetz und § 55 Energiesteuergesetz. Mit der Auszahlung ist voraussichtlich Anfang des Jahres 2014 zu rechnen.

 

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09.12.2013 | Industrierabatte: EU-Kommission will Beihilfeverfahren gegen Deutschland eröffnen

Die Sonderregelungen für einen Teil der Industrieunternehmen in Sachen EEG-Umlage passen der EU bekanntlich schon seit einer Weile nicht, unzulässige Beihilfen werden vermutet. Eben waren Umweltminister Peter Altmaier und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Brüssel bei EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia vorstellig...
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Die Sonderregelungen für einen Teil der Industrieunternehmen in Sachen EEG-Umlage passen der EU bekanntlich schon seit einer Weile nicht, unzulässige Beihilfen werden vermutet. Eben waren Umweltminister Peter Altmaier und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Brüssel bei EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia vorstellig geworden, um die deutsche Position zu erklären.

Doch das hat nicht allzu viel genützt: Medienberichten zufolge will die EU-Kommission nun doch ein Beihilfeverfahren gegen Deutschland einleiten, vom 10. oder 18. Dezember 2013 ist dabei die Rede. Dieser Termin könnte deshalb so spät liegen, damit die betroffenen Unternehmen für 2013 keine Rückstellungen mehr bilden müssen (was auch schlecht fürs Rating wäre), denn schlimmstenfalls müssen sie die „Subventionen“, die sich im Lauf der Jahre auf Milliarden summiert haben, zurückzahlen.

 


Die deutsche Delegation hatte argumentiert, dass die Energiewende ja eine Mehrbelastung der Bürger und einen Nachteil im internationalen Wettbewerb gegenüber anderen EU-Staaten bedeute. Interessant wird also sein, ob die EU-Kommission die Erleichterungen bei der EEG-Umlage letztendlich als unzulässige Beihilfe ansieht, worauf derzeit alles hindeutet, oder nicht.

Den Ausgang dürften viele mit Spannung erwarten, immerhin geht es hier um sehr viel Geld. Vielleicht nützt es etwas, dass die künftige große Koalition sich wohl darüber einig ist, dass Industrievergünstigungen EU-rechtskonform auszugestalten sind. Auch eine „Streichliste“, die einigen Branchen eine Privilegierung unmöglich macht, wurde von Altmaier bereits angefertigt, was zu lautstarken Protesten bei Unternehmen und Verbänden führte.

Allen wird man es jedoch nicht recht machen können. Eine EEG-Reform soll es bis Ostern 2014 geben, heißt es aus Berlin. Bis Ostern hat die Bundesregierung auch Zeit, auf das Beihilfeverfahren zu reagieren und es mit konkreten Ausgestaltungen gegenstandslos zu machen.

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11.11.2013 | Stromkosten für mittelgroße Gewerbe um 9 Prozent gestiegen – weitere Belastungen in Sichtweite

Wie das Verbraucherportal Verivox Ende Oktober auf Basis von Zahlen von Eurostat angab, steigt die Belastung für mittlere Industriebetriebe stetig an, während die größten Industrieverbraucher (>70 GWh) fast vollständig von Netzentgelten und Steuern befreit sind. Die Lasten innerhalb der Industrie seien ungleich verteilt.

 

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Wie das Verbraucherportal Verivox Ende Oktober auf Basis von Zahlen von Eurostat angab, steigt die Belastung für mittlere Industriebetriebe stetig an, während die größten Industrieverbraucher (>70 GWh) fast vollständig von Netzentgelten und Steuern befreit sind. Die Lasten innerhalb der Industrie seien ungleich verteilt.

 

Ein Betrieb mit einer jährlichen Abnahmemenge zwischen 2 und 20 Millionen Kilowattstunden bezahlte laut Verivox im zweiten Halbjahr 2012 durchschnittlich 11,69 Cent (netto) pro kWh. Im ersten Halbjahr 2013 ist dieser Wert um 9,3 Prozent auf 12,78 ct/kWh angestiegen. Schon bei einem Verbrauch von 2 Millionen kWh beträgt die jährliche Mehrbelastung damit 21.800 Euro.

 


Auf weitere Preissteigerungen sollte man sich gefasst machen, denn im Oktober wurde nicht nur die Erhöhung der EEG-Umlage bekannt gegeben – es steigen ja auch weitere Bestandteile und Einflussfaktoren des Strompreises, wie Netzentgelte im Bereich Mittelspannung, die neu eingeführte Umlage für abschaltbare Lasten, die Umlage nach Paragraph 19 Absatz 2 der Stromnetzentgeltverordnung (§19-StromNEV-Umlage) sowie die Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Der Anteil von Steuern und Abgaben liegt laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mittlerweile bei rund 52 Prozent des Haushaltsstrompreises, die Schlussfolgerung des BDEW ist die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung des Energiemarktes inklusive einer grundlegenden EEG-Reform. Schon seit Jahren steht darüber hinaus die Forderung im Raum, die Mehrwertsteuerbelastung zu reduzieren, indem man beispielsweise die Mehrwertsteuer auf Strom und Gas, die ja lebensnotwendige Güter und damit zu ermäßigen seien, auf 7 Prozent senkt.

Im Einzelnen geht es um folgende Umlagen:
 

  • Die EEG-Umlage steigt in 2014 auf ca. 6,24 Cent/kWh. Das entspricht einer Erhöhung um 0,963 ct/kWh gegenüber 2013 (5,277 ct/kWh) bzw. 18,25 Prozent.
  • Die Offshore-Haftungsumlage ändert sich wegen der gesetzlichen Deckelung nicht. Sie beträgt für 2014: 0,250 ct/kWh (Letztverbraucher Gruppe A) bzw. 0,050 ct/kWh (Letztverbraucher Gruppe B) bzw. 0,025 ct/kWh (Letztverbraucher Gruppe C). Details finden sich unter www.eeg-kwk.net/de/Offshore-Haftungsumlage-2014.htm.
  • Neu ist ab Januar 2014 die Umlage für abschaltbare Lasten (abLa-Umlage) in Höhe von 0,009 ct/kWh.
  • Die §19-StromNEV-Umlage dient der Entlastung stro­mintensiver Betriebe und beträgt für 2014: 0,187 ct/kWh (Letztverbraucher Gruppe A) bzw. 0,050 ct/kWh (Letztverbraucher Gruppe B) bzw. 0,025 ct/kWh (Letztverbraucher Gruppe C). Details finden sich unter www.eeg-kwk.net/de/Paragraph-19-Umlage.htm.
  • Die KWK-Umlage für 2014 steigt von 0,126  auf 0,178 ct/kWh.


Neben der EEG-Umlage und weiteren Umlagen steigen in 2014 auch die Netzkosten. Die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben im Oktober jeweils ihre vorläufigen Netzentgelte veröffentlicht, in der Regel kann man von Verteuerungen ausgehen, abhängig u. a. von der Jahresbenutzungsdauer, Umspannungsebene und Arbeits- bzw. Leistungspreisen. Die vorläufigen Preisblätter von 50 Hertz, Amprion, Tennet und Transnet finden sich im Internet.

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16.01.2017 | Änderungen 2017

Während sich bei der Stromsteuer und der Konzessionsabgabe wenig getan hat, sind bei der Höhe der §19-Umlage und der Offshore-Umlage je nach Verbrauchergruppe Änderungen eingetreten. EEG-Umlage und Abschalt-Umlage sind zum Jahresbeginn gestiegen. Aufpassen sollten Sie, ob Sie von den Änderungen im EEG-Gesetz und im KWK-Gesetz...
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Während sich bei der Stromsteuer und der Konzessionsabgabe wenig getan hat, sind bei der Höhe der §19-Umlage und der Offshore-Umlage je nach Verbrauchergruppe Änderungen eingetreten. EEG-Umlage und Abschalt-Umlage sind zum Jahresbeginn gestiegen. Aufpassen sollten Sie, ob Sie von den Änderungen im EEG-Gesetz und im KWK-Gesetz betroffen sind. Wie in unserem Dezember-Newsletter zu lesen war, müssen alle von der Besonderen Ausgleichsregelung begünstigten Unternehmen ab sofort die für ihr Unternehmen bezogenen Strommengen direkt dem Übertragungsnetzbetreiber melden und die anfallende EEG-Umlage abrechnen. Im Zuge des novellierten KWKG ist unter anderem eine neue Frist zu beachten, wenn man die Übergangsregelung nutzen will. Dazu beachten Sie bitte unseren ausführlichen Beitrag in den ENO-Marktnews.

 

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